Neues im lokalen Digitalmarketing
Neue Google-Richtlinien verbieten das Entfernen negativer Bewertungen
Wichtige Neuigkeiten aus dem Local Marketing: Google ändert seine Richtlinien. Google geht schon lange gegen Fake-Bewertungen vor – führt nun jedoch neue Maßnahmen für den Umgang mit negativen Bewertungen ein.
Unternehmen dürfen Kundinnen und Kunden künftig keine Anreize mehr bieten, um negative Bewertungen löschen oder ändern zu lassen. Oft entstehen schlechte Bewertungen durch Missverständnisse oder mangelnde Kommunikation. Eine schnelle Antwort reicht meist aus, um die Wogen zu glätten. Funktioniert das nicht, versuchen manche Unternehmen, die Bewertung durch Rabatte oder Gratisartikel entfernen zu lassen.
Für viele Unternehmen war das bisher gängige Praxis, doch Google greift nun durch. Das mag streng wirken. Doch wie immer hat Google das Wohl der Betriebe im Blick: Google möchte, dass Unternehmen erfolgreich sind – und das ist schwer, wenn Wettbewerber ihre Bewertungen praktisch durch Bestechung aufbessern.
Um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen von dieser Änderung nicht negativ betroffen ist, setzen Sie auf Best Practices.
TikTok beeinflusst die lokale Suche – und macht Google Konkurrenz
Wer hätte gedacht, dass Google ernsthafte Konkurrenz bekommt? Angesichts neuer Suchfunktionen sorgt sich Googles CEO um den Aufstieg von TikTok als Suchplattform.
Wir haben das Thema genauer beleuchtet. TikTok begann als Plattform für Tanzvideos, entwickelte sich aber schnell zu einem Ort, an dem Communities entstehen, Meinungen geteilt und neues Wissen vermittelt werden. Da Unternehmen und Creator informative Inhalte erstellen, ist TikTok zu einem zentralen Knotenpunkt für Wissenserwerb, Suche und Entdeckung geworden.
TikTok entwickelt sich zu einer eigenständigen Suchmaschine – und die Zahlen belegen das. 26% der Befragten kennen jemanden, der TikTok oder Instagram als primäre Suchmaschine nutzt. TikTok liefert direkte Antworten in einem leicht konsumierbaren Format und wird damit für viele zur bevorzugten Informationsquelle.
Der Aufstieg von TikTok signalisiert einen Wandel bei den Formaten, die Konsumenten erwarten – ob zur Information oder Unterhaltung. Marketer wissen: Visuelle, interaktive Inhalte kommen besser an als statische Textblöcke. Und wenn Text gewünscht ist, dann bitte kurz und bündig (warum sonst wäre Twitter wohl so beliebt?).
Noch sieht es nicht danach aus, als würde TikTok Google als Suchmaschine ablösen. Aber wir behalten die Entwicklung genau im Auge.
Google indexiert womöglich TikTok-Beiträge
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass Google damit beginnen wird, TikTok-Videos (und Instagram-Beiträge) zu indexieren. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Ähnlich wie Google bereits Tweets und Facebook-Beiträge indexiert, werden künftig auch Videos von TikTok (und Instagram) erfasst. Das bedeutet: Ihre Beiträge (und die Ihres Unternehmens) erscheinen direkt bei passenden Google-Suchanfragen.
Google arbeitet daran, Social-Media-Plattformen anhand von Keywords in den Suchalgorithmus einzubinden. Da Google zunehmend TikTok- und Instagram-Beiträge indexiert, sollten Unternehmen auch auf Social Media konsequent auf gutes Local SEO achten. Passende Keywords und Hashtags beeinflussen die Rankings weiterhin maßgeblich und entscheiden darüber, wer auf Seite 1 der Google-Suchergebnisse steht.
Google entfernt COVID-19-bezogene Gesundheits- und Sicherheitsattribute aus Google Business Profiles
Google scheint etwas zu wissen, was wir nicht wissen: Vor kurzem wurden die Gesundheits- und Sicherheitsattribute aus den Google Business Profiles (früher Google My Business) entfernt. Diese Funktion entstand während der Pandemie, um COVID-19-Regeln lokaler Unternehmen anzuzeigen – etwa Maskenpflicht, Abstandsregeln oder begrenzte Kundenzahlen im Geschäft.
Obwohl viele Betriebe weitgehend zum Normalbetrieb zurückgekehrt sind, prescht Google mit der Entfernung dieser Attribute etwas vor. Viele Unternehmen empfehlen oder fordern weiterhin das Tragen einer Maske. Wie es weitergeht, wird die Zeit zeigen.
Spannende Neuigkeiten im Paid Local Marketing – Anzeigen in Apple Maps möglich
Apple testet Suchanzeigen in Apple Maps. Um das eigene Werbegeschäft auszubauen, will das Unternehmen in Kürze Anzeigen direkt in der Karten-App ausspielen.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? In den Suchergebnissen könnte Ihr Unternehmen bald mit Mitbewerbern konkurrieren, die bezahlte Anzeigen schalten.
Gleichzeitig eröffnet das eine starke Chance für lokales Performance-Marketing: 72% der Nutzerinnen und Nutzer, die direkt auf Apple Maps suchen, beabsichtigen, den gefundenen Standort auch tatsächlich zu besuchen. Das bedeutet mehr direkten Traffic und mehr Routenanfragen. Richtig eingesetzt kann Maps zu einem wichtigen Hebel für Unternehmen werden.
Für kleinere Unternehmen mit begrenztem Werbebudget könnte dieses Update den Traffic aus lokalen In-App-Suchanfragen jedoch belasten. Wir sind gespannt, wie Apple diese Umstellung in Maps im Detail umsetzen wird.
Unternehmen können Produkte zu ihren Google Business Profiles hinzufügen
Google führt eine Funktion ein, mit der Unternehmen Produkte direkt in ihren Google Business Profiles (früher Google My Business) präsentieren können. So sieht das Update aus: Wenn Kundinnen und Kunden nach einem Unternehmen suchen, wird im Google Business Profile ein Produktkarussell angezeigt.
Dass Kundschaft Produkte und Preise bereits vor dem Besuch im Geschäft einsehen kann, sorgt für mehr Besuche vor Ort und steigert die Umsätze bei Neu- wie Bestandskunden. Da das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht, sollten Unternehmen Produkte zeitnah in ihren Google Business Profiles hinterlegen.
Wir schätzen diese Funktion sehr. Unser eigenes Produkt, Synup Campaigns, bietet diese Art der Produktpräsentation schon lange – inklusive zusätzlicher Features wie Sonderaktionen und ereignisgesteuerten Kampagnen.
Es ist erfreulich, dass diese wichtige Funktion nun fest zum Standardumfang von Google Business Profile gehört. Und ganz unvoreingenommen: Wir finden nach wie vor, dass Campaigns die bessere Wahl ist. Vielleicht holt Google eines Tages zu Synup auf!
Social Media entwickelt sich zu einer wichtigen E-Commerce-Plattform
Social Commerce steht noch am Anfang – hat für lokal wie digital agierende Unternehmen jedoch bereits große Auswirkungen.
Wie oben zu sehen ist, sind Instagram und TikTok die führenden Plattformen für Social Commerce. Kein Wunder: Instagram Shopping hat das Online-Shopping revolutioniert. Und Plattformen wie TikTok verändern grundlegend, wie Unternehmen mit ihrer Zielgruppe auf Social Media in Kontakt treten – die Kundschaft kauft weiter online bei ihren bevorzugten Marken ein. Ob direkt auf der Website oder auf den Social-Media-Kanälen: Konsumenten schätzen den direkten Kontakt und kaufen gern bei ihren favorisierten lokalen wie digitalen Marken ein.
Da Social Media zunehmend Local SEO beeinflusst, bleibt eine starke Social-Media-Präsenz unverzichtbar. Selbst für Marken, die keine Produkte oder Services online vertreiben, werden Local SEO und die lokale Suche künftig spürbar von Social Media geprägt sein.