6 Tipps für mehr Fotos auf Ihrem Google-Profil

Das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ hat im digitalen Zeitalter enorm an Bedeutung gewonnen. Wenn Menschen nach Produkten oder Dienstleistungen suchen, treten reine Fakten und Produktvorteile schnell hinter ein überzeugendes Foto zurück.
Sobald man über ein Produkt liest, entsteht unbewusst ein Bild im Kopf. Man möchte diese Vorteile, Features und Lösungen vor sich sehen und verstehen, wie das Ganze in der Realität aussieht. Genau deshalb sind Fotos und Medienformate zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Brand-Awareness-Strategie geworden.
Und bei Google My Business (GMB-Audit für lokalen Erfolg) dreht sich alles um Markenbekanntheit. Laut Google verzeichnen Unternehmen mit Fotos 42 % mehr Anfragen nach Wegbeschreibungen und 35 % mehr Website-Klicks als Unternehmen ohne Fotos.
Sind Fotos und Medien ein Rankingfaktor bei GMB?
Profile mit mehr als 100 Fotos erzielen deutlich höhere Interaktionsraten bei Kennzahlen wie Anrufen, Website-Besuchen und Routenabfragen.
Ein durchschnittliches Unternehmen hat 11 Fotos auf seinem Profil. Unternehmen mit mehr als 100 Fotos auf ihrem GMB-Profil verzeichnen dagegen:
520 % mehr Anrufe
2.717 % mehr Routenanfragen
1.065 % mehr Website-Klicks
Ganz klar: Je mehr Fotos und Bildmaterial Sie auf Ihrem Profil bereitstellen, desto größer sind die Chancen, gesehen zu werden. Und je mehr Interaktionen Ihre Kunden auf Ihrem Unternehmensprofil durchführen, desto besser stuft Google Sie ein.
Herausforderungen bei Fotos und Medien auf Ihrem GMB-Profil
Fotos auf dem GMB-Profil zu veröffentlichen, mehr Kunden zu gewinnen und das Geschäft auszubauen, klingt nach einem simplen Plan. Dennoch bringt dieser Ansatz zur Steigerung der Markenbekanntheit einige Herausforderungen mit sich.
Medien regelmäßig aktualisieren
Unternehmen müssen einen verlässlichen Weg finden, ihre Profile kontinuierlich mit aktuellem Bildmaterial zu versorgen. Nur weil Sie bereits einige Fotos online haben und der Betrieb läuft, sollten Sie mit den Profil-Updates nicht aufhören.
Wenn Sie Fotos auf Ihrem GMB-Profil posten, sollten Sie Ihrer Zielgruppe einen authentischen Eindruck Ihres Unternehmens vermitteln. Zeigen Sie daher neue Räumlichkeiten, Produkte, Aktionen oder echte Kunden vor Ort.
Aktuelle Profile ranken besser und behaupten Spitzenpositionen. Der Google-Algorithmus bevorzugt Unternehmen, die ihre Inhalte kontinuierlich pflegen und aktualisieren.
Unpassende oder markenfremde Inhalte melden
Eine der beliebtesten Funktionen von GMB ist, dass Kunden eigene Fotos hochladen können. Das kann jedoch nach hinten losgehen, wenn die Bilder unangemessen sind oder überhaupt nicht zur Marke passen.
So tauchte beispielsweise auf dem GMB-Profil von IHOP, einer bekannten Frühstückskette, das Foto eines Sushi-Tellers auf.

Da IHOP selbstverständlich kein Sushi serviert, vermittelt ein solches Bild einen falschen Eindruck und sollte umgehend gemeldet und entfernt werden.
Einige wichtige Punkte beim Melden von Inhalten:
- Google und Facebook machen es Ihnen leicht, Inhalte zu melden, die nicht zu Ihrer Marke passen. Behalten Sie das im Blick – das Aufspüren und Entfernen unpassender Bilder ist für Ihr Markenbild entscheidend.
- Priorisieren Sie Fotos oder Videos mit den höchsten Aufrufzahlen. So stellen Sie sicher, dass für Ihre Kunden sichtbare, unpassende Inhalte schnell verschwinden.
- Bei 1-Stern- oder 4+-Sterne-Bewertungen lässt sich das Kundenerlebnis meist schnell erfassen. Oft enthalten diese Bewertungen auch Bildmaterial. Unpassende Bilder können Sie in diesen Fällen direkt melden.
Behalten Sie genau im Auge, was auf Ihrem Profil veröffentlicht wird, damit Ihre Reputation keinen Schaden nimmt.
Wie sorgen Sie für kontinuierliche Bilduploads auf Ihrem Profil?
Hier sind einige praxiserprobte Tipps, die Sie direkt umsetzen können.

#1. Kunden dazu animieren, Fotos zu ihren Bewertungen hinzuzufügen
Einer der einfachsten Wege zu neuen Bildern auf Ihrem GMB-Profil: Fragen Sie einfach danach. Bitten Sie Ihre Kunden um eine Bewertung und regen Sie sie an, direkt ein Foto beizufügen. Nutzen Sie dafür Call-to-Actions auf Speisekarten, Servietten oder Aufstellern vor Ort.
Beispielsweise: „Wir freuen uns über zufriedene Gäste. Posten Sie ein Foto von sich mit unserem [Produkt/Service einsetzen] und erzählen Sie uns, wie wir Ihnen bei [gelöstes Problem einsetzen] helfen konnten.“
Werden Sie dabei so kreativ oder humorvoll, wie es zu Ihnen passt. Entscheidend ist, wie gut Sie Ihre Zielgruppe kennen – mit der richtigen Botschaft steigt die Interaktionsbereitschaft deutlich.
#2. Inhalte plattformübergreifend zweitverwerten
Wenn Ihr Unternehmen eine Facebook-Präsenz pflegt, können Sie nutzergenerierte Fotos aus Ihren GMB-Einträgen dort teilen – und umgekehrt. Das ist eine effiziente Möglichkeit, vorhandenen Content über verschiedene Social-Media-Kanäle hinweg zu nutzen.
Ein weiterer Vorteil: Sie erhöhen Ihre Reichweite und sprechen Kunden auf unterschiedlichen Plattformen an. Nutzen Sie die Kanäle, die Sie bereits aufgebaut haben.
#3. Das Hochladen von Medien so einfach wie möglich gestalten
Sorgen Sie dafür, dass der Bildupload kein Hindernis darstellt. Das Kundenerlebnis sollte absolut reibungslos sein. Platzieren Sie Schilder mit scanbaren QR-Codes an Ihren Standorten, über die Kunden direkt Fotos hochladen können. Stellen Sie bei Bedarf ein Tablet bereit, um auch weniger technikaffinen Kunden den Bildupload auf Ihrem GMB-Eintrag zu erleichtern.
Schulen Sie zudem Ihr Team: Ihre Mitarbeiter können Gruppen proaktiv anbieten, ein gemeinsames Foto zu machen, und sie dazu einladen, dieses auf dem GMB-Profil zu teilen.
#4. Gewinnspiele gezielt einsetzen
Gewinnspiele sind ein bewährter Hebel, um nutzergenerierten Content zu fördern. Manchmal braucht die Kundschaft einen kleinen Anreiz, um Fotos auf Ihrem GMB-Profil zu hinterlassen.
Einige Ideen für Gewinnspiele:
- Gutscheine, kombiniert mit einem Feature auf Ihren Social-Media-Kanälen
- Rabatte
- Sachpreise oder Merchandising Ihres Unternehmens
- Bei abobasierten Modellen: Ein Gratismonat für das beste Bild
Prämieren Sie beispielsweise regelmäßig das „Foto des Monats“ oder der „Woche“.
#5. Eigene Teams zum Mitmachen motivieren
Starten Sie einen internen Wettbewerb für Ihre Belegschaft – mit Gamification-Elementen. Nutzen Sie Leaderboards für einfache Teilaufgaben auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel und belohnen Sie Erfolge mit kleinen Geschenken oder zusätzlichen freien Tagen.
Das treibt nicht nur Ergebnisse voran, sondern stärkt auch die Teammoral, wenn Spitzenleistungen sichtbar belohnt werden. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Beitrag How to Use Gamification to Drive Marketing Results Remotely.
#6. Bildmaterial der Website auf Drittplattformen nutzen
Auf Ihrem GMB-Profil laden fremde Nutzer laufend Fotos hoch – warum nutzen Sie dann nicht auch das hochwertige Bildmaterial, das Sie für Ihre Website bereits erstellt und bezahlt haben?

Stellen Sie sicher, dass Medien von Ihrer Website auch auf Plattformen wie GMB, Facebook und Twitter präsent sind. Schließlich setzt niemand Ihr Unternehmen so professionell in Szene wie Sie selbst.
Fazit
Wenn es um Ihre Markenbekanntheit geht, können Kunden starke Fürsprecher oder ernsthafte Risikofaktoren sein. Genau deshalb sollten Sie stets darauf achten, ihnen echten Mehrwert zu bieten. Wenn Ihre Kunden zufrieden sind und sich mit Ihrer Marke identifizieren, stehen die Chancen auf zahlreiche positive Bewertungen und nachhaltiges Wachstum hervorragend.
Ihre Zielgruppe genau zu kennen, ist unverzichtbar. Ein kleiner Anreiz für Ihre Kunden im Austausch für ansprechende Fotos kann Ihnen dabei helfen, sich an die Spitze zu setzen.