Digital-Marketing-Survival-Guide für lokale Unternehmen
Bei Ihren digitalen Marketingstrategien gibt es unzählige Dinge zu beachten. Da verliert man schnell den Überblick. Deshalb haben wir einen praktischen Survival Guide mit wertvollen Informationen, Tipps und Ressourcen für all Ihre Marketinganforderungen erstellt.
Citations
Bedeutung von NAP und exakten Citations
Falsche Angaben führen zu verunsicherten Kunden. Aktualisieren Sie Ihre Citations überall, sobald sich Daten ändern. Oft lohnt sich ein Tool oder kostenpflichtiger Service, um sicherzustellen, dass Ihre Angaben lückenlos aktuell bleiben – schließlich wollen Sie keine Kunden verlieren, nur weil Ihr Unternehmen nicht erreichbar oder unauffindbar ist.
Bedeutung der NAP-Daten auf der Website
Ein simples Kontaktformular kann manchmal eine zusätzliche Hürde zwischen Ihnen und Ihrer Kundschaft darstellen. Daher ist es unverzichtbar, dass Ihre Kontaktdaten und die Adresse auf Ihrer Website direkt sichtbar sind. Vermeiden Sie zudem widersprüchliche Angaben im Netz: Nutzer stufen die Informationen auf Ihrer Website in der Regel als verlässlicher ein als jede externe Citation.
Schema-Markup nutzen
Hier erfahren Sie, wie Schema-Markup (Richtlinien von Google für Review-Schema) funktioniert und warum es für SEO so wichtig ist. Kurz gesagt: Mit Schema übermitteln Sie Suchmaschinen-Crawlern wichtige Informationen, ohne Ihre Website-Besucher damit zu überfordern. Schema-Markup (Der ultimative Leitfaden für Local Schema) sorgt für eine saubere, professionelle Darstellung auf den Suchergebnisseiten und schöpft den Google Knowledge Graph optimal aus – vor allem aber ist es ein wichtiger Ranking-Faktor.
Wichtige Tools für Citations
Citations manuell aufzubauen (Bereinigen Sie Ihre Local Citations in 6 einfachen Schritten), ist zeitaufwendig und schnell unübersichtlich. Diese Tools unterstützen Sie beim Citation-Aufbau:
- Synup.com
- Whitespark.ca
- Moz Local
- Brightlocal.com
- Yext.com
- Rio SEO
- GeoRanker
- UBL.org
- Citationlabs.com
- Sweetiq.com
Diese Lösungen erleichtern die Arbeit spürbar, unterscheiden sich jedoch bei Preisen, Paketen und Funktionsumfang. Prüfen Sie, was am besten zu Ihren Anforderungen passt, und wählen Sie gezielt aus.
10 Arten von Citations, die Sie selbst aufbauen können
Die erste Art von Citations sind Einträge in Branchenverzeichnissen und Portalen. Sie können diese manuell anlegen oder die oben genannten Tools nutzen. Führende Plattformen wie Google, Bing, YP.com und Yelp sind absolute Pflicht. Hinzu kommen Nischenportale und lokale Verzeichnisse. Achten Sie dabei unbedingt auf exakte Angaben!
Zweitens können Sie Pressemitteilungen veröffentlichen und so Erwähnungen auf Nachrichtenseiten und über PR-Distributoren erzielen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitteilungen echten Neuigkeitswert bieten und gerne geteilt werden. Wenn Sie Präsentationen oder Dokumente erstellen, teilen Sie diese auf entsprechenden Plattformen. SlideShare und Haiku Deck bieten Communities, in denen Nutzer gezielt nach Präsentationen suchen und diese ansehen können. Ein hervorragender Weg, um Reichweite auf Drittseiten aufzubauen – vor allem, wenn Sie die Inhalte ohnehin erstellen.
Auch Stellenanzeigen lassen sich strategisch nutzen. Ansprechende, interessante Stellenausschreibungen mit Details zu Unternehmen, Kultur, Historie und Kontaktdaten unterstützen nicht nur das Recruiting, sondern stärken auch Ihre Markenwahrnehmung.
Verleihen Sie Ihrer Marke eine menschliche Note: Teilen Sie Einblicke in den Arbeitsalltag, Teamevents oder Vor-Ort-Aktionen mit Kunden. Posten Sie dieses Bildmaterial auf Kanälen wie Instagram, Pinterest und weiteren Social-Media-Plattformen, um gleichzeitig Citations aufzubauen und Kundenbeziehungen zu vertiefen.
Zeigen Sie generell Präsenz in Ihrer lokalen Community. Die örtliche Handelskammer ist ein guter Start, ebenso wie fachbezogene regionale Verbände. Führen Sie beispielsweise ein Bio-Restaurant, bieten sich Kooperationen mit lokalen Erzeugergemeinschaften oder Wochenmärkten an.
Vier Möglichkeiten, wie Sie Events für den Citation-Aufbau nutzen:
- Veranstalten Sie eigene Get-Together, Treffen oder Konferenzen. Die begleitende Bewerbung und Berichterstattung eignen sich ideal zum Aufbau wertvoller Citations.
- Sponsern Sie lokale Veranstaltungen. So wird Ihr Name direkt in Werbemitteln und Nachberichten genannt.
- Falls ein Sponsoring das Budget übersteigt, buchen Sie Anzeigenplätze oder planen Sie Promo-Aktionen rund um das Event.
- Entscheidend bei all diesen Ansätzen: Teilen Sie Event-Inhalte online. Veröffentlichen Sie kurze Videos von Keynotes, starten Sie Gewinnspiele für Besucher oder überraschen Sie mit kreativen Aktionen – und teilen Sie das Ganze aktiv!
Machen Sie einen weiten Bogen um dubiose Verzeichnisse mit Versprechen wie „100 Backlinks für 39,95 $“ oder Billigangebote auf Fiverr. Diese Methoden funktionieren schlicht nicht mehr. Das spätere Bereinigen dieser Einträge kostet Sie am Ende deutlich mehr Zeit und Geld als deren Erstellung.
Google Plus-Profil und weitere wichtige Citation-Quellen optimieren
Eintrag in den 30 wichtigsten Citation-Quellen
Hier finden Sie zentrale Verzeichnisse für maximale Reichweite. Sofern Ihr Unternehmen in den USA aktiv ist, sind nahezu alle davon relevant:
- Google Plus
- Yahoo Local
- Bing Places
- Acxiom
- MagicYellow
- InfoUSA
- CitySearch
- Yelp
- Yellowpages
- Superpages
- Local.com
- Foursquare
- Angieslist
- Yellowbot
- Yellowbook
- Kudzu
- Merchantcircle
- Manta
- ShowMeLocal
- Mojopages
- Credibility.com
- Ezlocal
- Localeze
- Cylex-USA
- Judysbook
- iBegin
- CitySquares
- 2FindLocal
- ChamberofCommerce
- Thumbtack
Branchenspezifische Citations
Setzen Sie neben den allgemeinen Verzeichnissen gezielt auf Branchennischen: Plattformen, auf denen sich Experten austauschen und spezifische Fachlösungen gesucht werden, sind ideal für eine starke Präsenz und eindeutige Citations. Hier erreichen Sie ein hochgradig interessiertes Fachpublikum. Das ist besonders wertvoll in technischen Branchen, in denen Fachbegriffe für Außenstehende eine Hürde darstellen.
Website
Keyword-Recherche
Eine Keyword-Recherche erfordert Zeit, ist aber unverzichtbar. Jede Unterseite Ihrer Website sollte auf spezifische Suchbegriffe ausgerichtet sein. So verhindern Sie, dass Ihre Seiten miteinander konkurrieren, und decken relevante Suchanfragen ab, ohne auf unnatürliches Keyword-Stuffing zurückzugreifen.
Optimierte URLs
URLs sollten einfach zu lesen und leicht zu merken sein – das stärkt auch Ihren Direct Traffic. Da Browser automatische Vorschläge bieten, sollten wiederkehrende Nutzer bei der Eingabe sofort erkennen, wohin eine vorgeschlagene URL führt. Andernfalls müssen sie erst umständlich auf der Website navigieren, was die Nutzererfahrung verschlechtert.
Meta-Tags
„Meta“ steht für Metadaten – also Daten über Daten. Diese sind für Nutzer nicht direkt sichtbar, liefern Google jedoch zentrale Informationen zur thematischen Einordnung Ihrer Seiten. Auf diese vier Meta-Tags sollten Sie achten:
- Meta-Title-Tags
- Der anklickbare Titel in der obersten Zeile eines Suchergebnisses auf den SERPs, der auch ganz oben im Browserfenster angezeigt wird.
- Meta-Description-Tags
- Der kurze Vorschautext direkt unterhalb des Title-Tags in den Suchergebnissen.
- Meta-Keywords
- Werden von Google nicht mehr berücksichtigt. Früher wurden hier Keywords hinterlegt; nach massivem Missbrauch durch Keyword-Stuffing spielt dieser Tag heute jedoch keine Rolle mehr.
- Meta-Robots-Tag
- Dient der gezielten Steuerung von Google-Crawlern. Dieser Tag ist optional, aber nützlich, wenn Crawler bestimmte Seiten gesondert behandeln sollen – etwa, indem Links auf der Seite ignoriert werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Website-Inhalte optimieren
Beginnen Sie mit einer soliden Keyword-Recherche. Nutzen Sie relevante, häufig gesuchte Begriffe und ändern Sie diese nachträglich nicht mehr (das setzt Rankings zurück). Nutzen Sie Google Instant Search und die ähnlichen Suchanfragen, um zu sehen, was Nutzer zu Ihrem Thema am häufigsten fragen.
Mit Tools wie Scribe Content, Inboundwriter oder SEM Logic finden Sie Keywords, die Ihre Inhalte für die Suche und Social Media optimieren. Wiederholen Sie dieselben Keywords jedoch nicht ständig auf Basis veralteter „Keyword-Dichte“-Vorgaben, nur um den Content suchmaschinenfreundlich zu machen. Hochwertige Inhalte zahlen sich langfristig deutlich mehr aus: Sie werden geteilt, verlinkt und bleiben nachhaltig relevant.
Duplicate Content prüfen – intern und extern
Google achtet streng darauf, dass Inhalte nicht kopiert werden. Wenn Sie bei Ihren Inhalten auf Nummer sicher gehen möchten, helfen Tools wie CopyScape und SiteLiner dabei, Content- und Link-Probleme auf Ihren Seiten aufzudecken.
Standortspezifische Seiten
Eigene Seiten für jeden Ihrer Standorte sind der beste Weg, um passgenaue Landingpages bereitzustellen. Führen Sie nicht alle Standorte auf einer einzigen Seite auf und vermeiden Sie es, auf jeder Seite einfach dieselben Inhalte zu duplizieren. Wie Sie das richtig umsetzen, erfahren Sie in diesem Leitfaden von Localu.
Google Analytics und Webmaster Tools einbinden
Google Analytics wirkt anfangs vielleicht unübersichtlich, liefert Ihnen aber das ehrlichste Feedback überhaupt. Wenn Ihnen die Datenmenge zu groß ist, konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche: Besuche, Zielvorhaben-Abschlüsse, Umsatz und Conversion-Rate – und für die Content-Analyse auf Seitenaufrufe, Absprungraten und die durchschnittliche Verweildauer.
Webmaster Tools decken hingegen gravierendere Probleme auf, insbesondere im Backend Ihrer Website. Sie weisen auf Fehler, Duplikate und Schema-Markups hin – ebenso wie auf Aktivitäten, die gegen die Webmaster-Richtlinien verstoßen. Wenn Google Sie vor Black-Hat-Praktiken und daraus resultierenden Abstrafungen warnen will, geschieht das über die Webmaster Tools. Diese Warnungen (sogenannte manuelle Maßnahmen) sollten Sie keinesfalls ignorieren: Wenn Sie nicht reagieren, kann das bis zum vollständigen Ausschluss aus dem Google-Index führen.
Nutzerfreundliche Navigation
Eine benutzerfreundliche Website versteht sich von selbst. Wenn Besucher nicht finden, was sie suchen, oder von der Navigation frustriert sind, schadet das dem Eindruck von Ihrem Unternehmen. Das lässt sich am besten durch eine klare Struktur optimieren: Stellen Sie sicher, dass alle Links funktionieren (und reparieren oder entfernen Sie fehlerhafte Links sofort), nutzen Sie eine Sitemap und bieten Sie eine Suchfunktion an. Auch die visuelle Gestaltung zählt: Links müssen klar erkennbar sein und das Farbschema darf weder anstrengend wirken noch Texte unleserlich machen.
Das Alleinstellungsmerkmal klar definieren
Warum Sie? Was macht Sie besser als die Konkurrenz? Finden Sie heraus, wie Sie das am besten vermitteln – sei es durch eine Vergleichstabelle, ein Leistungsversprechen oder Auszeichnungen – und stellen Sie es auf Ihrer Website unmissverständlich heraus. Bringen Sie es präzise und wirkungsvoll auf den Punkt. Denn genau das ist am Ende das entscheidende Kriterium, nach dem Kunden ihre Wahl treffen.
Sichtbarkeit der Kontaktdaten
Wenn Ihre Kontaktdaten auf jeder Seite gut sichtbar sind, signalisieren Sie direkte Ansprechbarkeit. Ein Kontaktformular hilft zwar beim Vorsortieren von Anfragen, stellt aber eine zusätzliche Hürde zwischen Ihnen und Ihren Kunden dar. Wenn Sie Kontaktaufnahmen fördern wollen, machen Sie es Interessenten so einfach wie möglich, anzurufen, eine E-Mail zu schreiben oder direkt vorbeizukommen.
Call-to-Action
Wenn Sie möchten, dass Ihre Kunden handeln, fordern Sie sie dazu auf! Oft überfliegen potenzielle Kunden Inhalte nur, springen ab oder unternehmen gar nichts. Sie müssen sie aktiv leiten, indem Sie ihnen direkt nach den relevanten Informationen sagen, was als Nächstes zu tun ist. Sobald Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vorgestellt haben, leiten Sie über zu „Jetzt testen“ oder „Hier starten“ (auch wenn das recht generisch ist – setzen Sie lieber auf konkrete Anreize).
Danke- und 404-Seiten nicht vernachlässigen
Die eine Seite sollten Sie anlegen, die andere vermeiden. Danke-Seiten wirken unscheinbar, geben Nutzern aber die Bestätigung, dass eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen wurde. Zudem zeugen sie von Wertschätzung. Darüber hinaus eignen sie sich ideal für das Conversion-Tracking, da Kunden diese Seite erst nach Abschluss der Aktion erreichen.
Eine 404-Fehlerseite („Seite nicht gefunden“) frustriert jeden Nutzer – und führt oft dazu, dass er Ihre Website verlässt. Wenn Sie einen defekten Link oder eine nicht erreichbare Seite entdecken, beheben Sie das sofort! 404-Seiten finden Sie über die Google Webmaster Tools. Sie können auch eine individuelle 404-Seite gestalten: Eine gelungene Gestaltung nimmt dem Nutzer den Frust und fängt ihn wieder auf.
**Online-Bewertungen und Reputation**
Die Bedeutung von Bewertungen für die Online-Sichtbarkeit
Bewertungen gehören heute zu den ersten Filtern, die Nutzer ansetzen. Alles unter 4 von 5 Sternen weckt Skepsis und wird schnell als riskant eingestuft. Auf vielen Plattformen und Verzeichnissen lässt sich zudem nach den besten Bewertungen filtern – ein schlechter Schnitt macht Sie dort praktisch unsichtbar. Wer Bewertungen ignoriert, riskiert, dass die Lage außer Kontrolle gerät. Behalten Sie Bewertungen im Blick und antworten Sie regelmäßig darauf, um Ihre Zielgruppe zu überzeugen.
Die Bedeutung eines strukturierten Bewertungsprozesses
Etablieren Sie einen festen Prozess, um sicherzustellen, dass auf Bewertungen verlässlich geantwortet wird. Das ist ein hervorragendes Instrument für den Kundenservice: Sie erfahren, wie Ihr Unternehmen insgesamt wahrgenommen wird und wo Optimierungsbedarf besteht. Zudem stellen Sie so sicher, dass unzufriedene Kunden gehört werden. Nutzen Sie diese Chance, um sich bei Fürsprechern zu bedanken, Unzufriedene von einer zweiten Chance zu überzeugen (und es beim nächsten Mal besser zu machen) und wertvolle Impulse für Website, Produkte, Services oder Ihr Ladenlokal zu sammeln.
Tools für Ihren Bewertungsprozess
- GetFiveStars.com
- Synup.com
- Grade.us
- ReviewTrackers.com
- Brightlocal.com
- Freereviewmonitoring.com
Content-Erstellung
Warum regelmäßige Content-Aktualisierungen wichtig sind
Regelmäßige Aktualisierungen bringen viele Vorteile mit sich – der wichtigste: Sie bleiben relevant. Während die Keywords auf Ihren statischen Seiten meist unverändert bleiben sollten, verändern sich Trends kontinuierlich. Wenn ein bisher genutzter Begriff an Bedeutung verliert oder ein neuer Branchentrend aufkommt, können Sie sich mit aktuellem Content für diese Suchbegriffe platzieren. Das hält Ihre Website frisch, sorgt für regelmäßiges Crawling, stärkt (je nach Qualität) Ihre Sichtbarkeit bei Google und hilft Ihnen, mit den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe Schritt zu halten. Solche Trends liefern Ihnen zudem wertvolle Ideen für Ihren nächsten Content.
Welche Content-Formate Sie benötigen
Zu Beginn empfiehlt sich Vielfalt: Durch abwechslungsreiche Formate sprechen Sie ein breiteres Publikum an. Infografiken zum Teilen auf Social Media, Video-Tutorials für Ratgeber-Seiten oder nützliche Tools für Interessenten, die nach Lösungen im Umfeld Ihres Angebots suchen. Analysieren Sie anschließend Ihren Traffic, um herauszufinden, welche Formate für Ihr Unternehmen am besten funktionieren, und setzen Sie diese kontinuierlich ein. Hören Sie aber nicht auf zu experimentieren, wenn Ihre Ressourcen es erlauben – oft entdecken Sie dabei noch wirkungsvollere Formate oder neue Plattformen.
Content-Formate für lokale Unternehmen
Es ist nicht immer leicht, konkrete Ideen für Inhalte zu entwickeln. Für lokale Unternehmen bieten sich unter anderem folgende Formate an:
- Blogbeiträge
- Fachartikel
- Fotos und Kurzvideos zu Dienstleistungen/Produkten
- Kundenstimmen als Video
- E-Mail-Newsletter
- Pressemitteilungen
- Updates zu lokalen Events und Initiativen
- Social-Media-Beiträge zur Interaktion
- Berichte über lokale Neuigkeiten und Veranstaltungen
- Bewertungen von lokalen Partnern und Dienstleistern, mit denen Sie zusammenarbeiten
Videos
Die Videoproduktion mag zunächst aufwendig wirken, doch gerade kleine Unternehmen können Videos hervorragend nutzen, um ihren Content-Mix zu bereichern. Sie können Produktdemos, Service-Einblicke, Kundenstimmen, Event-Recaps, nützliche Tipps, Einblicke in die Unternehmenskultur oder Tutorials erstellen. Mit einer soliden Kamera und Tools wie VideoScribe (für Whiteboard-Videos) lässt sich das unkompliziert umsetzen. Wenn Sie nicht selbst vor der Kamera stehen möchten, können Sie mit Tools wie PowToon animierte Videos erstellen.
Bekannte Content-Marktplätze
Hervorragender Content zahlt sich aus: Ob Such-Rankings, Markenaufbau oder Community-Building – all das braucht ein solides Content-Fundament. Wenn Sie Unterstützung benötigen, können Sie Texte bei erfahrenen Autorinnen und Autoren über bekannte Plattformen wie diese beauftragen:
- Textbroker.com
- Webcontentbroker.com
- crowdcontent.com
- iwriter.com
- writeraccess.com
- thecontentauthority.com
- zerys.com
- writeraccess.com
- scripted.com
Die Bedeutung von Social Media
Bottom-up-Ansatz für Social Media
Blindlings in Social Media einzusteigen, kostet oft viel Zeit und Geld. Gehen Sie strategischer vor: Definieren Sie zuerst Ihre Zielgruppe und überlegen Sie dann, wie Sie sie erreichen. Stellen Sie sich folgende Fragen: Auf welchen Kanälen ist sie unterwegs? Welche Inhalte wünscht sie sich? Was macht die erfolgreiche Konkurrenz?
Ein passender Vergleich: Social Media gleicht einer Cocktailparty – und niemand möchte auf einer Party Verkaufsgespräche aufgedrängt bekommen. Seien Sie ein interessanter Gesprächspartner auf Augenhöhe, auch wenn Ihr eigentliches Ziel der Verkauf ist. In den sozialen Medien dreht sich alles um Markeneindrücke und Markenidentität. Das bedeutet: hochwertiger Content, professionelle Unternehmensprofile, gehaltene Versprechen und kein Spam.
Relevante Plattformen für lokale Unternehmen
Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter sind nicht die einzigen Optionen. Jede Nische hat eine Community – und die tauscht sich online aus. Finden Sie die für Ihr Unternehmen passenden Kanäle: von beruflichen Netzwerken über Kundenforen bis hin zu Bewertungsportalen für Produkte und Dienstleistungen. Bauen Sie Ihren Kundenstamm und Vertrauen auf, indem Sie präsent sind oder als Thought Leader auftreten – ohne die Diskussionen zu dominieren.
Social Media für den Kundenservice nutzen
Nahezu jeder Kanal lässt sich für den Kundenservice nutzen. Jedes soziale Netzwerk und jedes Forum mit Kommentarfunktion oder Dialogmöglichkeit wird früher oder später für Bewertungen oder Beschwerden über Ihr Unternehmen genutzt werden. Behalten Sie hier Ihren zuvor definierten Prozess für Online-Bewertungen bei.
Vergessen Sie nicht: Die grundlegenden Erwartungen der Kunden an Ihr Unternehmen ändern sich nicht, nur weil Sie eine andere Social-Media-Plattform nutzen. Kunden möchten Ihnen vertrauen, für sie relevante Inhalte finden und mit Ihnen interagieren. Machen Sie keine Versprechungen oder großen Ankündigungen, die Sie nicht halten können.
Paid Ads
In vielen Branchen ist Paid Search eine zentrale Strategie, um effizient und messbar Neukunden zu gewinnen. Als lokales Unternehmen müssen Sie jedoch darauf achten, Ihr deutlich geringeres PPC-Budget optimal auszuschöpfen, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Im Bereich Paid Search gibt es verschiedene Netzwerke – hier sind die wichtigsten.
Suchnetzwerk-Anzeigen auf Google (Empfohlen: $500 – $1000/Monat)
Google ist die unangefochtene Nummer eins beim Such-Traffic und liefert genau die Reichweite, die Sie brauchen. Wenn Sie bezahlte Anzeigen schalten, sollten Sie mindestens eine Kampagne im Google-Suchnetzwerk aufsetzen. Wählen Sie beim Erstellen der Kampagne die Option „Nur Suchnetzwerk“.
Wählen Sie ein Kampagnenbudget, das zu Ihren Möglichkeiten passt. Für optimale Ergebnisse sollte es nicht unter $25/Tag liegen. Gleichzeitig sollten Sie anfangs nicht zu viel Zeit investieren: Paid Search erfordert kontinuierliche Optimierung. Steigern Sie Ihre Ausgaben schrittweise, bis die Kampagne optimal performt. Hier sind einige Tipps:
- Sie können Anzeigen bei Google-„Suchnetzwerk-Partnern“ schalten – wir empfehlen jedoch, dies nur testweise zu tun und das Partnernetzwerk zu pausieren, falls die Performance nicht stimmt.
- Unterteilen Sie Ihre Kampagne in mehrere Anzeigengruppen, die idealerweise Ihre verschiedenen Dienstleistungen widerspiegeln. Wenn Sie beispielsweise ein Sanitärbetrieb sind, sollten Sie Anzeigengruppen wie Sanitär, Heizung, Rohrreinigung usw. anlegen.
- Jede Anzeigengruppe basiert auf einer Reihe von Keywords. Hinterlegen Sie für jede Gruppe passende Suchbegriffe und achten Sie dabei auf die verschiedenen Keyword-Optionen in Google AdWords.
- Erstellen Sie zielgerichtete Anzeigen für jede Anzeigengruppe, die das Interesse potenzieller Kunden wecken und zum Klicken anregen.
- Stellen Sie sicher, dass das Conversion-Tracking eingerichtet ist und Google Analytics mit Ihrem Google AdWords-Konto verknüpft ist.
- Im ersten Monat können Sie den AdWords-Gutschein von Google nutzen: Sie erhalten ein Werbeguthaben in Höhe Ihrer Ausgaben des ersten Monats (bis zu $150), das Sie im zweiten Monat einsetzen können.
Suchnetzwerk-Anzeigen auf Bing / Yahoo (Empfohlen: $200 – $500/Monat)
Sie können Ihre Anzeigen auch auf Bing und Yahoo schalten. Richten Sie dazu Ihre Kampagne über das Microsoft Bing Ads Portal ein, um beide Suchmaschinen abzudecken.
Gehen Sie ähnlich vor wie bei Google AdWords: Auch wenn sich die Oberfläche unterscheidet, ist der Ablauf weitgehend identisch.
- Überwachen Sie Ihre Kampagnen auf Bing kontinuierlich. Wenn die Conversions ausbleiben, pausieren Sie das Netzwerk.
- Vergleichen Sie Ihre Cost-per-Lead auf Bing mit denen auf Google und stellen Sie sicher, dass die Abweichung nicht zu groß wird (über 50 %).
- Beachten Sie, dass Bing Ads aufgrund des deutlich geringeren Marktanteils (10 %) im Vergleich zu Google (75 %) schneller an Grenzen stößt.
Remarketing über Google (Empfohlen: $200/Monat Budget)
Beim Remarketing spielen Sie gezielte Anzeigen an Personen aus, die Ihre Website bereits besucht und Interesse an Ihrem Angebot gezeigt haben.
Sie können Remarketing-Kampagnen direkt über Google AdWords erstellen. Achten Sie dabei auf Folgendes:
- Erstellen Sie ein Remarketing-Segment in Google Analytics, das Personen ausschließt, die bereits Kontakt aufgenommen oder einen Lead hinterlassen haben.
- Richten Sie das Targeting Ihrer Remarketing-Kampagne gezielt auf Ihre relevante Zielregion aus.
Die Praxis zeigt zudem, dass Banner-Anzeigen beim Remarketing oft deutlich höhere Conversion-Raten erzielen als reine Textanzeigen.
Facebook-Werbung
Aufgrund der oft niedrigen Klickpreise wirkt Werbung auf Facebook attraktiv – doch das funktioniert nicht in jeder Branche gleichermaßen. Während manche Unternehmen hervorragende Ergebnisse erzielen, bleibt der Erfolg in anderen Branchen aus.
Der Einstieg ist einfach: Öffnen Sie nach dem Login bei Facebook den Werbeanzeigenmanager und erstellen Sie Ihre erste Kampagne.
- Stellen Sie die Abrechnung auf CPC ein. CPM-Kampagnen konvertieren für lokale Unternehmen in der Regel schlechter.
- Nutzen Sie demografisches und geografisches Targeting optimal aus und beziehen Sie weitere Kriterien wie Interessen („Gefällt mir“-Angaben), Bildungsstand etc. ein.
Entscheidend bei Facebook ist, Kampagnen zügig zu testen und zu stoppen, wenn der Traffic nicht konvertiert. Starten Sie keine Facebook-Kampagnen nur für mehr „Gefällt mir“-Angaben – dafür sollten Sie Ihr Budget keinesfalls ausgeben.
Services zur Lead-Generierung
Es gibt zahlreiche Plattformen im Netz, die Unternehmen mit potenziellen Kunden zusammenbringen. Portale wie Thumbtack bieten solche Marktplätze: Kunden geben Standort und Bedarf ein, und passende, registrierte Dienstleister erhalten die Anfrage als potenziellen Auftrag. Für bestimmte Branchen – etwa Handwerk, Haushaltsdienste oder IT – existieren zudem spezialisierte Plattformen.
Bedenken Sie jedoch, dass solche Dienste standortabhängig funktionieren: Nicht jede bekannte Plattform ist in jeder Region aktiv. Zudem liefern kleinere, unbekanntere Anbieter oft nicht die gewünschten Ergebnisse. Prüfen Sie daher genau, welche Services in Ihrer Region verfügbar sind, und testen Sie ein bis zwei Anbieter gezielt, bevor Sie größere Budgets investieren.
E-Mail-Marketing
Wenn Sie bei den Begriffen „E-Mail“ und „Marketing“ ausschließlich an „Spam“ denken, greift das zu kurz. Ob Newsletter, Sonderangebote oder Community-Updates: All das ist E-Mail-Marketing. Es handelt sich dabei eher um eine Retargeting-Strategie als um ein Werkzeug zur Neukundengewinnung – schließlich benötigen Sie dafür erst einmal deren E-Mail-Adressen. Und zwar auf organischem Weg: Gekaufte E-Mail-Listen sind der direkte Weg in den Spam-Ordner. Ein weiterer zentraler Aspekt im E-Mail-Marketing ist eine unkomplizierte Abmeldung. Das mag kontraintuitiv wirken, doch wer Kontakte festhält, gewinnt dadurch keine zufriedenen Kunden.
Messen Sie den Traffic aus Ihren E-Mails mithilfe individueller URLs, die Sie über Analytics nachverfolgen können. So sehen Sie genau, welche Formate Ihre Zielgruppe bevorzugt – bildstarke Layouts, exklusive Angebote per E-Mail, gebündelte News oder andere Inhalte. Und vor allem erkennen Sie, welche Botschaft die Betreffzeile und der Vorschautext (die erste Zeile, die in vielen E-Mail-Clients zu sehen ist) vermitteln sollten.
Lokale Netzwerke und Linkbuilding
Lokale Kontakte sind die neuen Links – sowohl in strukturierter als auch in unstrukturierter Form. Linkbuilding funktioniert nach wie vor und verschafft Ihnen bei richtiger Umsetzung einen enormen Wettbewerbsvorteil. Hier sind einige Tipps für den lokalen Beziehungsaufbau.
Tauschen Sie sich mit lokalen Bloggern aus. Kommentieren Sie deren Beiträge und prüfen Sie Optionen für Gastartikel oder Kooperationen. Wenn deren Meinung vor Ort geschätzt und ihr Blog gelesen wird, lohnt es sich, dort regelmäßig präsent zu sein.
Auch benachbarte Unternehmen sind wertvolle Kontakte. Finden Sie Betriebe, die Ihr Angebot sinnvoll ergänzen, um das lokale Miteinander zu stärken. Vielleicht gibt es in der Nähe ein Café, in dem Ihre Kunden die Wartezeit bis zur Fertigstellung eines Auftrags verbringen können. Sprechen Sie die Inhaber an – daraus kann eine Partnerschaft entstehen, von der beide Seiten profitieren.
Bewerten Sie andere lokale Unternehmen, Zulieferer oder Dienstleister, mit denen Sie zusammengearbeitet haben – von Handwerkern und Gebäudereinigern über Ärzte bis hin zu Baufirmen, Designern oder Agenturen. Damit bringen Sie sich aktiv in die Community ein. Wenn diese Betriebe künftig Ihre Leistungen nutzen, steigt zudem die Chance, dass auch Sie eine positive Bewertung erhalten.
Lokale Zeitungen, Radiosender, TV-Stationen und Journalisten greifen relevante Themen gerne auf. Wenn Ihr Unternehmen, Sie selbst oder jemand aus Ihrem Team etwas Besonderes vorweisen können, machen Sie eine Story daraus. Nehmen Sie beispielsweise bei einer Neueröffnung oder einem Event Kontakt zur Lokalpresse auf.
Eigene Events vor Ort eignen sich hervorragend für den Beziehungsaufbau. Veranstaltungen unterstützen nicht nur den Aufbau von Online-Citations, sondern festigen auch geschäftliche Beziehungen. Veranstalten Sie ein Get-together oder stellen Sie Ihre Räumlichkeiten anderen Initiativen zur Verfügung – etwa für lokale Sport- und Yogakurse oder Business-Netzwerktreffen. Alternativ können Sie lokale Events oder Charity-Aktionen unterstützen und so gesellschaftliches Engagement zeigen.
Auch Schulen und Hochschulen in Ihrer Region bieten hervorragende Anknüpfungspunkte. Ein Förderprogramm für Schüler oder Studierende verschafft Ihnen viel Anerkennung vor Ort. Wenn Sie dort zudem regelmäßig als Gastredner zu Ihrem Fachgebiet auftreten, etablieren Sie sich als Thought Leader und stärken gleichzeitig Ihr Recruiting.
Zeigen Sie schlicht echtes Interesse an Ihrem lokalen Umfeld. Wenn potenzielle Kunden Ihnen vertrauen sollen, engagieren Sie sich als verlässlicher Partner in der Nachbarschaft und werden Sie ein aktiver Teil der Community.
