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Pinterest for Business: Der umfassende Leitfaden für den Einstieg

Dhruvi Lalchandani · 27. März 2024 · 11 Min. Lesezeit

Viele Unternehmen fragen sich, auf welche Social-Media-Plattformen sie sich konzentrieren sollten. Jede Plattform hat ihren eigenen Stil, eine eigene Zielgruppe und spezifisches Potenzial für die Generierung von Leads und Verkäufen. Die Entscheidung, wo Zeit und Ressourcen investiert werden, ist entscheidend, um Ziele zu erreichen und Ergebnisse zu sehen. Daher müssen Sie verstehen, was für Ihr Unternehmen am besten funktioniert und Ihnen die gewünschte Aufmerksamkeit und Reichweite bringt.

Da in letzter Zeit immer mehr Unternehmen Pinterest nutzen, gibt es einen RIESIGEN Hype darum. Viele überlegen deshalb, auf diesen Trend aufzuspringen und ein Konto zu erstellen. Doch bevor Sie sich anmelden, sollten Sie einige Aspekte berücksichtigen.

1\. Ist Pinterest für mein Unternehmen unverzichtbar?

Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick darüber, was auf Pinterest funktioniert und was nicht.

Angenommen, Sie leiten ein Innenarchitektur-Studio und betreuen jeden Monat unterschiedliche Kunden: Dann suchen Sie auf Pinterest nach Inspiration, richtig? Denn bei Pinterest dreht sich alles um visuelle Inhalte und Ästhetik.

Wenn Sie also in der Gastronomie arbeiten, Interior Stylist oder in irgendeiner Form kreativ tätig sind, passt Pinterest hervorragend zu Ihnen und Ihrer Marke.

Sind Sie hingegen als Anwalt in einer Kanzlei tätig, ist Pinterest wahrscheinlich nicht der richtige Ort für Ihre Marke. Hier vernetzen Sie sich eher auf B2B-Plattformen wie LinkedIn.

Prüfen Sie daher genau, ob Ihre Nische zu den Inhalten passt, die dort gefragt sind!

2\. Kann mein Unternehmen die Zielgruppe auf Pinterest effektiv erreichen?

Hier gibt es jedoch einen wichtigen Punkt zu beachten: Selbst wenn Pinterest zu Ihren Markenwerten passt und Sie dort aktiv werden möchten, müssen Sie prüfen, ob Ihre Zielgruppe die Plattform überhaupt nutzt.

Laut Sprout Social sind knapp 76,2 % der Pinterest-Nutzer weiblich!

Ein weiterer interessanter demografischer Fakt: 52 % der US-Millennials sind auf der Plattform aktiv.

Richtet sich Ihr Produkt also eher an ein männliches Publikum über 40 Jahre, sollten Sie Ihre Content-Strategie noch einmal überdenken – denn am Ende zählen die Ergebnisse!

Ein weiterer Ansatz ist der Blick in Ihre Google Analytics-Daten.

Wenn Sie bereits Traffic über Pinterest erhalten (falls Sie dort schon ein Konto besitzen), bedeutet das: Den Nutzern gefällt Ihr Content. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Interaktion mit Ihren Pins steigt, wenn Sie regelmäßig posten.

In diesem Fall lohnt sich die Investition in die Plattform umso mehr!

P.S.: Das obige Bild zeigt, wie ein typischer Pinterest-Feed aussieht. Wie man sieht, ist er stark auf eine weibliche Zielgruppe ausgerichtet und spricht dieses Segment gezielt an!

**Hier ist ein Profi-Tipp: 💡**

Wenn Sie noch nicht wissen, wie Pinterest funktioniert, erstellen Sie am besten zuerst ein persönliches Konto. Nutzen Sie die Plattform mindestens eine Woche lang, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Ihr Content dort hineinpasst.

So finden Sie auch heraus, ob Ihre potenzielle Zielgruppe an den Inhalten interessiert ist, die Sie veröffentlichen möchten, und ob sich darüber Traffic für Ihr Produkt oder Ihre Website generieren lässt. 

**Übrigens: Wussten Sie schon?** 

Ein großer Teil der Pinterest-Nutzer stammt aus den USA: fast 84,6 Millionen Nutzer, was 18,8 % des gesamten Traffics entspricht! Beeindruckend, oder?

Neben den USA verteilen sich bedeutende Nutzerzahlen wie folgt:

– Brasilien: 28,05 Millionen Nutzer
– Mexiko: 19,45 Millionen Nutzer
– Deutschland: 15,88 Millionen Nutzer
– Frankreich: 10,65 Millionen Nutzer

Diese Länder bieten daher enormes Potenzial für Unternehmen, die die vielfältige Nutzerschaft von Pinterest erschließen möchten. 

3\. Passt die Pinterest-Zielgruppe zu meinen übergeordneten Unternehmenszielen?

Sprechen wir als Nächstes über Ihre Ziele.

Sobald die vorigen Punkte geklärt sind, geht es darum, was Sie mit Ihrer Pinterest-Strategie erreichen möchten.

Vielleicht möchten Sie Ihren Umsatz steigern, indem Sie zeigen, wie Kunden Ihre Produkte tragen oder nutzen. Vielleicht möchten Sie hilfreiche How-to-Pins erstellen, die Ihren Kunden das Leben erleichtern. Oder Sie möchten schlicht eine Präsenz aufbauen, um für Buzz auf der Plattform zu sorgen, ohne direkte Verkäufe im Fokus zu haben!

Was auch immer Ihr Ziel ist: Die Definition Ihrer Pinterest-Ziele bestimmt, welche Art von Inhalten Sie teilen.

Wenn Sie diese drei Kernfragen beantwortet haben, wissen Sie genau, ob Ihr Unternehmen auf diesen Trend aufspringen sollte!

Warum Sie ein Pinterest-Konto für Ihr Unternehmen in Betracht ziehen **SOLLTEN**:

Pinterest ist eine visuelle Plattform: 

Perfekt, um Ihr Unternehmen visuell zu präsentieren. Doch nicht nur das: Pinterest unterstützt auch die visuelle Suche, was die Plattform für Unternehmen noch relevanter macht.

Fokus auf kommerzielle Aktivitäten:

Visuelle Plattformen unterstützen Menschen bei fundierten Kaufentscheidungen – und Pinterest meistert dies perfekt. Wenn Sie beispielsweise ein rosa AirPods-Case sehen, hören Sie oft: „Das sieht so nach Pinterest aus! Wo hast du das her!?“

Wertvolle Einblicke in Ihre Zielgruppe: 

Pinterest liefert Ihnen detaillierte Analysen, mit denen Sie prüfen können, ob Sie auf dem richtigen Weg sind und die gewünschten Ergebnisse erzielen. So behalten Sie immer im Blick, was funktioniert und was nicht. 

Hohe Sichtbarkeit für Ihre Marke: 

Über Pinterest kann sich Ihr Unternehmen einen echten Vorsprung verschaffen. Nutzer entdecken hier wöchentlich neue Trends, Produkte und Ideen, wovon gerade kleinere Unternehmen ENORM profitieren.

Nachdem das geklärt ist …

Wichtige Pinterest-Begriffe, die Sie kennen sollten

Pins:

Auf Pinterest werden alle geteilten Inhalte als Pins bezeichnet. Ein Klick darauf leitet die Nutzer auf die verlinkte Website weiter. 

Repins:

Repins sind vergleichbar mit Shares auf Facebook oder Retweets auf Twitter: Nutzer merken sich einen fremden Beitrag, der ihnen gefällt, auf einer ihrer eigenen Pinnwände.

Rich Pins:

Rich Pins ziehen automatisch zusätzliche Informationen von Ihrer Website, um den Pin anzureichern. Ziel ist es, mehr Details wie Produktverfügbarkeit und aktuelle Preise bereitzustellen. Es gibt drei Arten von Rich Pins: Produkt-Rich-Pins, Rezept-Rich-Pins und Artikel-Rich-Pins.

Ähnlich wie Instagram-Carousels enthalten Carousel Pins mehrere Bilder in einem einzigen Pin – bis zu fünf Bilder können so präsentiert werden. 

Boards: 

Ein Pinterest-Board dient der Inspiration. Boards fungieren wie visuelle Lesezeichen und Ordner, mit denen Sie Ihre Pins übersichtlich organisieren. 

Group Boards: 

Ein gemeinsames Board, das einem Nutzer gehört, der andere zum Beitragen einladen kann. Nutzer können den Beitritt anfragen, benötigen aber eine Einladung des Eigentümers.

Secret boards: 

Diese bieten einen privaten Bereich, in dem nur der Ersteller und eingeladene Mitwirkende die Inhalte sehen können. Erkennbar an einem Schlosssymbol neben dem Board-Namen, eignen sie sich ideal für vertrauliche Planungen, da sie auf ganz Pinterest – einschließlich Home-Feed und Suchergebnissen – verborgen bleiben.

Protected boards:

Diese ähneln geheimen Boards und sind nur für den Board-Ersteller sichtbar. Pins in Protected Boards können jedoch von jedem aufgerufen werden, der über den direkten Link verfügt – ideal für diskretes Teilen bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre.

Pincodes:

Ähnlich wie QR-Codes sind Pincodes spezielle Codes, die die kuratierten Boards und das Profil Ihres Unternehmens auf Pinterest freischalten. Nutzer können den Code scannen, um direkt auf empfohlene Boards zuzugreifen.

Lens: 

Eine Funktion in der Pinterest-App, die Pins basierend auf Fotos vorschlägt, die Sie mit der Kamera Ihres Smartphones aufnehmen. Sie erkennt Produkte und liefert passende Vorschläge.

Archivierte Boards: 

Boards, die Sie nicht mehr nutzen, lassen sich archivieren statt löschen. Sie erscheinen dann nicht mehr auf Ihrem Profil und Sie erhalten dazu keine weiteren Vorschläge mehr.

Aber das ist noch längst nicht alles. 

Gehen wir etwas mehr ins Detail. 

So sorgen Sie für maximales Engagement bei Ihren Pins!

Ansprechender Content ist auf Pinterest der Schlüssel zum Erfolg – denn genau der erzielt die beste Performance! Heben Sie sich von der Masse ab: Setzen Sie auf packende Texte, starke Farben, hochwertige Bilder, Texturen und mehr. 

So stellen Sie sicher, dass Ihr Pinterest-Content erstklassige Qualität liefert:

  • Setzen Sie auf vertikale Formate: Da 82% der Nutzer Pinterest mobil verwenden, sind vertikale Bilder ein Muss. Fotografieren Sie lieber im Hoch- statt im Querformat. 
  • Hochauflösende Bilder: Nutzen Sie ausschließlich gestochen scharfe Bilder in hoher Auflösung ohne Unschärfen. Erstklassige Visuals kommen einfach besser an! 
  • Aussagekräftige Texte: Werden Sie auch beim Text kreativ: Überzeugende Bildunterschriften und Beschreibungen wirken wahre Wunder für Ihr Pinterest-SEO. 
  • Bilder mit Mehrwert: Integrieren Sie eine klare Botschaft und einen eingängigen Takeaway. So folgen Ihnen Nutzer deutlich lieber und Ihre Bilder gewinnen an Tiefe! Nutzen Sie diesen Effekt für Ihren Auftritt!
  • Links prüfen: Tote Links sind ein No-Go! Stellen Sie sicher, dass Ihre Pin-Links funktionieren und für eine optimale User Experience auf relevante, schnell ladende Seiten führen.
  • Konsistent bleiben: Tägliches, regelmäßiges Pinnen ist deutlich effektiver als sporadische Aktionen. Kontinuität ist der Schlüssel, um Ihre Reichweite auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Pins gezielt optimieren 

Optimieren Sie Ihren Content für SEO, um für bessere Auffindbarkeit zu sorgen. Auf Pinterest gelingt das unter anderem so:

  • Keywords einbinden: Platzieren Sie relevante Keywords in Pin-Beschreibungen, Board-Titeln und Hashtags, um Ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu steigern.
  • Rich Pins nutzen: Mit Rich Pins pinnen Sie neue Inhalte direkt von Ihrer Website – das stärkt das Pinterest-SEO Ihrer Marke ganz ohne Duplicate Content.

Mit diesen Strategien sichern Sie sich Top-Rankings in der Pinterest-Suche und leiten kontinuierlich mehr Traffic auf Ihr Unternehmen. 

Pinterest Ads gezielt nutzen

Das Testen verschiedener Ad-Formate auf Pinterest ist ein weiterer starker Hebel für Ihr Marketing. Pinterest bietet eine vielseitige Werbeplattform, mit der Sie Zielgruppen präzise nach Keywords, Interessen, Standort, Alter und weiteren Kriterien ansprechen können.

Dank dieser detaillierten Targeting-Optionen erreichen Werbetreibende genau die richtigen Pinterest-Nutzer, darunter:

  • Besucher Ihrer Website
  • Engager – Nutzer, die bereits mit Ihren Pins interagiert haben
  • Nutzer, die mit ähnlichen Inhalten auf der Plattform interagieren
  • Eigene Listen, etwa Ihre Newsletter-Abonnenten

Von Video Ads über Collections bis hin zu Promoted Pins: Pinterest bietet verschiedenste Anzeigenformate für jedes Marketingziel. 

Hier erfahren Sie alles, was Sie für Ihre erste Pinterest Ad wissen müssen. 

Eine Pinterest-Community aufbauen

Online-Communities verbinden Menschen mit ähnlichen Interessen und Bedürfnissen – und bieten Unternehmen die ideale Plattform, um mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Mit einer engagierten Pinterest-Community interagieren Follower und Fans aktiv mit Ihren Boards, konsumieren Ihren Content und wechseln auf Ihre Website. Das steigert Ihren Traffic spürbar.

Bei Millionen monatlich aktiven Nutzern eröffnet Pinterest Unternehmen enormes Potenzial, ihre Boards als dynamische Interaktionskanäle zu nutzen. Statt Boards wie einseitige Werbetafeln zu bespielen, sollten Sie sie als echten Dialogkanal begreifen, um nachhaltige Beziehungen zu Nutzern aufzubauen.

Wenn Sie aktiv mit anderen Nutzern interagieren, klicken Sie nicht einfach nur Buttons – Sie bauen echte Beziehungen auf. So fühlen sich Follower als Teil einer Community, kehren immer wieder für neue Inspiration auf Ihr Profil zurück und tätigen im besten Fall auch Käufe.

Vier einfache Wege, um echte Verbindungen aufzubauen und Ihre Zielgruppe zu begeistern:

  1. Folgen Sie zunächst Nutzern mit ähnlichen Interessen rund um Ihr Business und Ihre Themen. Finden können Sie diese über passende Keywords oder in den Follower-Listen Ihrer Zielgruppe.
  2. Scrollen Sie nicht einfach am Content Ihrer Follower vorbei – zeigen Sie Wertschätzung! Repinnen, liken und kommentieren Sie Beiträge mit echtem Feedback.
  3. Antworten Sie zügig auf eingehende Nachrichten Ihrer Follower. Zeigen Sie ihnen, dass ihr Feedback geschätzt wird.
  4. Erstellen Sie Content, der sofort ins Auge fällt. Teilen Sie Ihr Fachwissen, vermitteln Sie Learnings oder aktivieren Sie Ihre Community mit Gewinnspielen und Contests. Sorgen Sie für Engagement, damit Nutzer gerne wiederkommen!
  5. Verleihen Sie Ihren Pinterest-Beiträgen eine menschliche Note. Menschlichkeit macht Ihre Marke nahbar – und Plattformen wie Pinterest bieten dafür das perfekte Umfeld.

So setzen Sie das in die Praxis um:

  • Direkter Austausch mit der Zielgruppe: Nutzen Sie Einzel- oder Gruppen-Chats und bieten Sie Unterstützung an, wann immer Fragen aufkommen.
  • Wertschätzung zeigen: Bedanken Sie sich für den Support Ihrer Community – mit Gewinnspielen, Einblicken hinter die Kulissen, Unternehmens-Updates, Produkt-Insights, Sonderaktionen und exklusiven Rabattcodes.

Indem Sie frühzeitig persönliche Beziehungen knüpfen und pflegen, machen Sie Ihre Marke nahbar, vermitteln klare Unternehmenswerte und zeigen, dass Sie gemeinsam mit Ihren Kunden wachsen wollen.

Kurz gesagt: Pinterest ist weit mehr als nur ein soziales Netzwerk – es ist ein starkes Marketing-Tool, das Ihrem Business echten Schub verleiht. Schließlich geht es nicht nur um Markenbekanntheit, sondern um messbar mehr Conversions, höhere Umsätze und echte Beziehungen zu Ihrer Zielgruppe und Ihren Buyer Personas.

Falls Sie es noch nicht getan haben: Erstellen Sie jetzt Ihr Unternehmenskonto auf Pinterest! 

Und wenn Sie nach einem Tool suchen, mit dem Sie Planung, Erstellung und Veröffentlichung relevanter Inhalte für Ihr Pinterest-Unternehmenskonto nahtlos steuern, werfen Sie einen Blick auf Synup Social!

Dhruvi Lalchandani

Ich bin Content- und Copywriter mit 4.5 Jahren Erfahrung und habe mich auf B2B-Tech, MarTech und Agentur-Content spezialisiert. Schreiben ist für mich nicht nur ein Job – es ist eine Leidenschaft. Ich liebe es, mich einfach aus Spaß an der Freude in kreative Projekte zu vertiefen! Wenn ich nicht arbeite, finde ich mich meistens in einem Buch vertieft oder genieße einfach meinen Kaffee :)

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