Was wir von TikTok über Social Media lernen können
TikTok ist das nächste große Ding im Social-Media-Bereich. Mit seinem treffsicheren Algorithmus und dem leicht konsumierbaren (und vielfach kopierten) Short-Form-Content hat TikTok die Branche revolutioniert und steht an der Spitze der Social-Media-Entwicklung. Während Facebook und Instagram Anfang bis Mitte der 2010er Jahre im Rampenlicht standen, prägt TikTok Social Media seit 2020 wie kein zweiter Dienst. Doch der Hype um TikTok bedeutet keineswegs, dass andere Plattformen ausgedient haben. Tatsächlich lässt sich von TikTok viel darüber lernen, wie Sie auf jeder Plattform erfolgreich sind – von LinkedIn bis Twitter.
Der prädiktive Algorithmus von TikTok und seine kultartigen Nischen zeigen eindrucksvoll, was gut gemachtes Social Media bewirken kann – insbesondere für Unternehmen. Das können Sie von TikTok lernen und direkt in Ihrer Social-Media-Strategie umsetzen:
Eine starke Social-Media-Strategie beginnt bei Ihrer Zielgruppe
Content auf Social Media zu veröffentlichen, der kaum bis gar kein Engagement erzeugt, fühlt sich an wie ein Rufen ins Leere. Und genau das ist es auch: Wenn Ihre Zielgruppe nicht auf Ihre Inhalte reagiert, ist es Zeit für einen Strategiewechsel.
Erfolgreiche Marketer und Social-Media-Strategen richten ihren Content konsequent an ihrer Zielgruppe und ihren Kunden aus. Guter Content sollte:
- Probleme lösen und Fragen beantworten, die Ihre Kunden beschäftigen
- Ihre Zielgruppe unterhalten oder über Themen rund um Ihr Unternehmen informieren
- Zu weiterem Engagement anregen
Auch wenn Algorithmen eine hohe Frequenz an Beiträgen belohnen: Entscheidend bleibt, dass Ihre Posts für Ihre Kunden relevant und hilfreich sind.
Nutzen Sie Social Listening, um zu verstehen, was Ihre Zielgruppe wirklich will
Welche Fragen hat Ihre Zielgruppe? Worüber möchte sie mehr erfahren? Solche Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie irgendeinen Inhalt produzieren und veröffentlichen.
Ihre Zielgruppe mit relevanten Themen zu fesseln, beginnt mit Zuhören. Ob über Social Listening oder Sentiment-Analysen von Bewertungen: Achten Sie darauf, was man über Ihr Unternehmen sagt. Geht es um Öffnungszeiten an Feiertagen? Oder möchten Kunden mehr über ein bestimmtes Produkt erfahren? Finden Sie heraus, was im Fokus steht – und setzen Sie genau dort an. Ihrer Zielgruppe zuzuhören und mit ihr zu interagieren, ist der beste Weg zu Content mit echtem Mehrwert.
Verschiedene Formate testen und Erfolgsmuster wiederholen
Plattformen wie TikTok werden mit der Zeit erstaunlich berechenbar. Bestimmte Videoformate erzielen durchgehend enorm viel Engagement – ob Storytime-Videos mit Gameplay im Hintergrund oder Comedy-Sketche. Viele Creator nutzen bewährte Formeln für mitreißende Videos, die ihre Community begeistern. Wie Sie das auf Ihren Content übertragen? Probieren Sie Neues aus!
In größeren Unternehmen mit vielen Beteiligten fällt Experimentieren oft schwerer. Eine Social-Media-Management-Plattform, die Freigabeprozesse und Zugriffsrechte für mehrere Teams unterstützt, erleichtert die Zusammenarbeit an neuen Inhalten deutlich.
Top-Content analysieren, ausbauen oder neu aufbereiten
Solange Sie nicht einfach alte Tweets oder LinkedIn-Posts eins zu eins kopieren, spricht nichts dagegen, erfolgreiche Inhalte wieder aufzugreifen und zu recyclen. Jede Woche das Rad neu zu erfinden, führt meist ohnehin nur zu Frust.
Ihre Inhalte sollten an frühere Themen anknüpfen – und an das, was Ihre Kunden interessiert. Prüfen Sie, welcher Content am besten performt, und bauen Sie darauf auf. Oder bereiten Sie Ihren besten Content neu auf:
- Blogbeiträge werden zu Tweets
- Webinare oder Videos werden zu Artikeln
- Kundenfragen werden zu Q&A-Videos
- Ein Facebook- oder LinkedIn-Post wird zu einem Tweet
- Eine Bewertung wird zum Instagram-Post
- Und vieles mehr …
Auch wenn Sie Content ursprünglich für ein bestimmtes Format erstellt haben: Beschränken Sie sich nicht darauf – vor allem dann nicht, wenn er gut ankommt.
Nutzen Sie Ihre besten Inhalte: ausbauen, anpassen, wiederholen!
Je allgemeiner Ihr Content ist, desto weniger interessiert er
Dieses Prinzip knüpft direkt daran an, auf die Wünsche Ihrer Zielgruppe einzugehen. Oft verfallen Marken in generische Inhalte, um möglichst jede Buyer Persona anzusprechen. Man nimmt leicht an, dass breiter gefasster Content mehr Menschen erreicht. Doch in Wahrheit suchen Nutzer nach Inhalten, die genau auf ihre Situation zugeschnitten sind.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Algorithmus von TikTok: Nutzer scherzen oft, dass der Feed so präzise sei, dass die App sie heimlich abhören müsse. Der Grund dafür ist schlicht, dass der ausgespielte Content exakt ihren Interessen entspricht. TikTok fesselt seine Nutzer und erzeugt enormes Engagement, weil die Plattform vor allem drei Dinge bietet:
- Starken Nischenfokus
- Leichte Konsumierbarkeit
- Hohe Interaktivität
Behalten Sie diese Faktoren im Hinterkopf, wenn Sie Ihre Social-Media- und Content-Strategie aufbauen. Und zwar selbst dann, wenn Sie TikTok gar nicht nutzen. Denn Kunden, die mit Ihrer Marke interagieren, wollen Ihre markenspezifischen Inhalte sehen – keine austauschbaren Standard-Updates.
Barrierefrei und interaktiv bleiben
Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viele TikTok-Videos Untertitel nutzen? Elemente wie Untertitel erleichtern es Nutzern deutlich, Ihre Inhalte zu konsumieren und darauf zu reagieren.
Auch Fragen an Ihre Community halten das Engagement hoch – das pusht Ihre Beiträge im Algorithmus und liefert wertvolle Einblicke in die Denkweise Ihrer Zielgruppe.
Social-Media-Strategien entwickeln sich ständig weiter
Wenn Sie diese Tipps in Ihre Social-Media-Strategie einbinden, denken Sie daran: Was gestern funktioniert hat, ist keine Garantie für den Erfolg von morgen.
Social Media entwickelt sich rasanter als je zuvor. Umso wichtiger ist es, bei der Strategieentwicklung Ihre Zielgruppe stets in den Mittelpunkt zu stellen.