Digital Knowledge Management: Wie es sich auf lokale Unternehmen auswirkt
Fragen Sie einen Babyboomer nach dem Weg zum nächsten Supermarkt, beschreibt er Ihnen wahrscheinlich die Route. Fragen Sie einen Millennial dasselbe, rät er Ihnen vermutlich nur, es zu googeln.
Gewohnheiten legt man nur schwer ab – vor allem, wenn man mit etwas so Praktischem aufgewachsen ist wie der schnellen mobilen Suche. Berichte von Google zeigen, dass 4 von 5 Verbrauchern Suchmaschinen nutzen, um lokale Informationen zu finden. Und warum auch nicht? Heutzutage lässt sich online fast alles recherchieren – bis hin zu den genauen Schließzeiten des Pad-Thai-Restaurants um die Ecke.
Genau deshalb ist Digital Knowledge Management (DKM) für lokale Unternehmen in der Suche so entscheidend. DKM nutzt Unternehmen und Kunden gleichermaßen: Denn damit Informationen über die Suche auffindbar sind, müssen sie online überhaupt erst vollständig, korrekt und verifiziert hinterlegt sein. Doch bevor wir uns ansehen, wie DKM Unternehmen hilft, gehen wir einen Schritt zurück.
Was ist Digital Knowledge Management?
Digital Knowledge Management bezeichnet das Erstellen und Verwalten öffentlich zugänglicher Fakten über ein Unternehmen auf allen digitalen Plattformen, auf denen Kunden suchen. Das Spektrum reicht von einfachen Angaben wie dem Unternehmensnamen auf Google bis hin zu komplexeren Details wie saisonalen Preisen für bestimmte Dienstleistungen.
Digital Knowledge Management heute
Im Jahr 2010 sah ein Google-Unternehmenseintrag (Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Aktualisierung Ihrer Online-Einträge) in etwa so aus.
Ein Sprung ins Jahr 2019, und so sieht derselbe Eintrag heute aus.
Doch das ist noch längst nicht alles. Mittlerweile liefert ein Google-Unternehmenseintrag eine enorme Menge an Informationen – weit über die grundlegenden Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) und Fotos hinaus.
Kunden können direkt im Eintrag Fragen stellen, die vom Unternehmen oder von anderen Nutzern beantwortet werden.
Außerdem lassen sich Sternebewertungen von externen Plattformen wie Facebook oder Yelp sowie Rezensionen und Blogbeiträge von Kritikern einsehen.
Sogar die Zeiten mit dem höchsten Besucheraufkommen werden direkt angezeigt.
Darüber hinaus können Gäste die Speisekarte ansehen, direkt Bestellungen aufgeben und Links zu den Social-Media-Profilen des Unternehmens finden. All diese Daten sind heute direkt über den Eintrag abrufbar.
Und das betrifft nur Google. Detaillierte Angaben zu Unternehmen und Bewertungen früherer Kunden finden sich auf zahlreichen weiteren großen Plattformen wie Yelp, TripAdvisor, Bing, Manta und anderen. Verbraucher vergleichen beim Einkaufen gern verschiedene Optionen – genau deshalb ist die vollständige Kontrolle über die eigenen digitalen Daten für Unternehmen so wichtig.
Wie Digital Knowledge Management Unternehmen hilft
Fehlen bei Suchanfragen die richtigen Informationen über Ihr Unternehmen, führt das meist dazu, dass:
- Verbraucher Sie gar nicht erst entdecken (mehr dazu hier)
- Ihre Angaben unvollständig oder unzuverlässig wirken
- Kunden falsche Informationen zu Standort oder Kontaktdaten erhalten, was für schlechte Kundenerlebnisse sorgt
Stellen Sie sich vor, ein Kunde ruft eine veraltete Telefonnummer aus Ihrem Eintrag an. Er erreicht niemanden, sieht aber online, dass geöffnet sein sollte. Also macht er sich auf den Weg – nur um vor verschlossener Tür zu stehen, weil Sie umgezogen sind. Keine schöne Vorstellung, oder?
Digital Knowledge Management löst genau diese Probleme für lokale Unternehmen. Es hilft dabei, Ihr Local SEO zu verbessern und die Auffindbarkeit im Netz zu steigern. Es stellt sicher, dass Nutzer verlässliche Informationen über Ihr Unternehmen vorfinden. Und vor allem verhindert es enttäuschte Kunden, die sich auf fehlerhafte Online-Daten verlassen haben.
Gleichzeitig kann Digital Knowledge Management auch Ihren Umsatz direkt steigern. Studien belegen, dass 18 Prozent der lokalen Smartphone-Suchanfragen innerhalb eines Tages zu einem Kauf führen. Zudem nutzen 65 % der Menschen ihr Smartphone in konkreten Kaufmomenten („I-Want-To-Buy“) – und 64 % setzen dabei auf die Suche.
Digital Knowledge Management und die Zukunft
Die Nutzung lokaler Suchen ist in den letzten zwei Jahren um über 500 % gestiegen – und dieser Trend flacht nicht ab. Verbraucher suchen heute über Wearables, Smart Speaker und vernetzte Fahrzeuge nach Unternehmen in ihrer Nähe. Für Unternehmen bedeutet das: Die Verwaltung digitaler Daten muss über eine zentrale Plattform erfolgen, da Kunden über immer mehr Kanäle auf Informationen zugreifen möchten.
Zudem sollten sich Unternehmen auf den Wandel durch Voice Search vorbereiten und sicherstellen, dass Sprachassistenten wie Siri, Google Assistant, Alexa und Cortana stets mit korrekten Daten versorgt werden.
Wie können Unternehmen ihre digitalen Daten skalierbar verwalten?
Für Multi-Location-Unternehmen mit vielen Standorten ist die manuelle Pflege digitaler Informationen kaum noch zu bewältigen. Mit diesen Schritten automatisieren Sie Ihr Digital Knowledge Management effizient:
- Setzen Sie auf eine umfassende Software für Digital Knowledge Management, mit der Sie Ihre Unternehmensprofile im gesamten Web zentral verwalten.
- Nutzen Sie ein zentrales Dashboard für die volle Kontrolle über Ihre Profile. So aktualisieren Sie Informationen standortübergreifend und sorgen auf allen Kanälen für einheitliche, aktuelle NAP- und Unternehmensdaten.
- Hinterlegen Sie detaillierte Daten in Ihren digitalen Profilen. Wählen Sie die passenden Kategorien, um besser gefunden zu werden. Ergänzen Sie Fotos und Videos und stellen Sie Zusatzangaben wie Zahlungsmethoden, Beschreibungen und Links zu Ihren Social-Media-Profilen bereit.
- Sorgen Sie dafür, dass relevante Publikationen und Blogger über Ihr Unternehmen berichten. Das stärkt Ihre Reputation im Netz und sorgt dafür, dass (potenzielle) Kunden positive Erfahrungsberichte über Sie finden.
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zum Thema? Teilen Sie uns Ihre Gedanken gern unten in den Kommentaren mit.