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Der Leitfaden zu User-Generated Content für Digital-Marketing-Agenturen

Niladri · 30. Januar 2024 · 8 Min. Lesezeit

User-Generated Content ist die Zukunft des digitalen Marketings.

Warum? Weil Verbraucher anderen Nutzern mehr vertrauen als Marken oder Influencern. Tatsächlich konvertieren Website-Besucher mit einer um 3.8% höheren Wahrscheinlichkeit, wenn sie mit UGC interagiert haben.

User-Generated Content lässt sich als moderne Form des Empfehlungsmarketings verstehen – einer der wirkungsvollsten und überzeugendsten Marketingkanäle überhaupt.

Sehen wir uns an, wie Sie dieses Instrument nutzen können, um Ihr Marketing aufs nächste Level zu heben.

**Was ist User-Generated Content (UGC)?**

User-Generated Content (UGC) ist genau das, wonach es klingt: jede Art von Inhalten, die von Konsumenten und Kunden authentisch online erstellt und geteilt werden. Meist findet man UGC in den sozialen Medien, aber auch in Blogbeiträgen, auf Produktseiten, in Podcasts und mehr.

UGC passt perfekt zu den Top 10 Social-Media-Trends für 2023, die zeigen, dass Verbraucher heute vor allem Authentizität suchen. Mit UGC können Sie die Transparenz und den Mehrwert Ihres Unternehmens optimal unter Beweis stellen.

User-Generated Content zeigt sich in vielen Facetten, darunter:

  • Bewertungen, ob als Text oder Video
  • Blogbeiträge (im Grunde ausführliche Bewertungen)
  • Testimonials, in denen Kunden Produkte empfehlen
  • Bilder, die Kunden bei der Nutzung des Produkts oder der Dienstleistung zeigen
  • Social-Media-Posts mit Hashtags oder Markennennungen
  • Unboxing-Videos
  • Challenges und Gewinnspiele (z. B. eine Fitness-Challenge einer Sportmarke. Wishpond ist hier ein nützliches Tool, mit dem Sie Wettbewerbe, Landingpages und Pop-ups für maximale Reichweite erstellen und verwalten können).
  • Influencer-Partnerschaften
  • E-Commerce-Produktseiten (psst … wenn Ihre Website nicht die gewünschte Reichweite erzielt, nutzen Sie Techniken zur Steigerung des SEO-Werts Ihrer Inhalte – analysieren Sie etwa Keyword-Rankings und die Performance Ihrer Mitbewerber).
Shareacoke

(Bildquelle: instagram.com)

Wichtig dabei: UGC und gesponserte Inhalte sind nicht dasselbe. Bei Sponsorings fließt immer eine Gegenleistung, die im Beitrag oder in der Bewertung klar gekennzeichnet werden muss (achten Sie auf Hinweise wie „Bezahlte Partnerschaft“ oder „Werbung“). Gesponserte Beiträge sind zwar ein effektives Marketinginstrument, widersprechen aber dem Grundgedanken authentischer, echter Bewertungen.

UGC kann an den unerwartetsten Stellen auftauchen. Ein Beispiel ist der Schuhhersteller Cole Haan, der UGC auf clevere Weise mit Chatbots kombiniert hat: Sieht sich ein Kunde ein Produkt auf der Website an, verlässt die Seite jedoch ohne Kauf, kann ihn ein Facebook-Messenger-Chatbot von Cole Haan kontaktieren. Die Nachricht fragt nach dem Interesse am Produkt – und bindet entscheidenderweise UGC-Bilder ein, die zeigen, wie das Kleidungsstück im Alltag kombiniert wird.

Diese Methode setzt zwar voraus, dass Kunden ihr Social-Media-Konto mit dem Kundenkonto verknüpfen, beweist aber enorme Kreativität! Achten Sie dabei auf Technologien wie Conversational-AI-Lösungen; Kunden reagieren deutlich besser auf natürliche Dialoge als auf hölzerne Bot-Antworten.

Die Entwicklung von UGC macht deutlich: Konsumenten sind längst keine passiven Empfänger mehr, sondern aktive Gestalter des Marketingprozesses. Ein entscheidender Faktor in Zeiten, in denen Marken weltweit um die knappe Ressource Aufmerksamkeit kämpfen. Angesichts von starkem Wettbewerb und rasant steigenden Marketingkosten kann der Fokus auf Ihre Kunden genau der Impuls sein, den Ihr Unternehmen braucht.

**Wie Ihre Marke von User-Generated Content profitiert**

User-Generated Content (UGC) bietet entscheidende Vorteile, die Ihre Marke spürbar voranbringen.

1\. Stärkt die Authentizität Ihrer Marke

Wie eingangs erwähnt, vertrauen Verbraucher Gleichgesinnten mehr als Influencern oder Marken.

Aus diesem Grund ist UGC wie Bewertungen oder Testimonials Gold wert (sofern positiv). Wenn unvoreingenommene Kunden Ihr Angebot ohne Gegenleistung loben, positioniert das Ihre Marke als vertrauenswürdig und wertvoll.

Dafür brauchen Sie jedoch die passenden Tools. Mit Taggbox können Sie UGC beispielsweise aggregieren und auf Ihren bevorzugten Marketingkanälen veröffentlichen.

Gopro UGC

(Bildquelle: youtube.com)

Eine starke Marke beginnt natürlich ganz am Anfang: Ein einprägsamer Unternehmensname macht es Kunden viel leichter, sich für Ihre Marke zu begeistern! Nutzen Sie einen Generator für Firmennamen, um den passenden Namen für Ihr Unternehmen zu finden.

2\. Steigert das User Engagement

UGC ist ein wirkungsvoller Hebel, um das User Engagement zu fördern und langfristige Kundenbindung aufzubauen. UGC schafft eine interaktive Community, in der sich Kunden gehört und geschätzt fühlen. Durch den nutzerzentrierten Ansatz steht Ihre Zielgruppe im Mittelpunkt – die beste Basis für nachhaltige Interaktion.

UGC in Form von Testimonials eignet sich zudem hervorragend zur Ermittlung des CSAT (Customer Satisfaction Score). Üblicherweise basiert der CSAT auf Umfragen zur Kundenzufriedenheit – Testimonials liefern Ihnen jedoch tiefere und persönlichere Einblicke. Wenn Sie dieses Feedback gezielt nutzen, können Sie das Engagement Ihrer Zielgruppe noch weiter steigern.

3\. Dient als Social Proof

Social Proof ist eng mit Markenauthentizität verknüpft. Im Marketing bedeutet dies schlicht: Konsumenten entscheiden sich bevorzugt für Produkte mit besseren Bewertungen und Empfehlungen.

Überlegen Sie selbst: Wenn Sie eine neue Jeans kaufen, wählen Sie das Modell mit Tausenden 5-Sterne-Bewertungen oder jenes ohne überzeugende Online-Reputation?

Social Proof funktioniert jedoch nur, wenn Ihre Inhalte auch gesehen werden. Wenn Sie sich einen Wettbewerbsvorteil sichern und Ihre Reichweite steigern möchten, sollten Sie Ihre Social-Media-Beiträge von Google indexieren lassen.

Dazu gehört auch die Optimierung Ihrer Inhalte für Suchmaschinen – auch bekannt als Search Box Optimization (SBO).

Das klingt komplizierter, als es ist: Es bedeutet lediglich, dass Ihre Social-Media-Inhalte auffindbar sind – gestützt auf dieselben SEO-Strategien, die Sie auch für Ihre Website einsetzen. So erweitern Sie unkompliziert Ihre Social-Media-Reichweite und lassen Social Proof seine Wirkung entfalten.

4\. Macht den ROI von Kampagnen messbar

Der Return on Investment (ROI) von UGC-Kampagnen lässt sich präzise messen. Behalten Sie Kennzahlen wie Conversion-Tracking, Kosteneffizienz, Customer Lifetime Value (CLV) und Engagement im Blick. Durch die einfache Messbarkeit sehen Sie direkt den Impact von UGC (Tipp: Er ist fast immer positiv!).

**Best Practices für User-Generated Content (UGC)**

Nach den vielen Vorteilen von UGC lohnt sich ein Blick auf die Best Practices für den professionellen Einsatz dieses Marketinginstruments.

1\. Setzen Sie auf eine klare Strategie

Ganz gleich, wie groß Ihr Unternehmen ist: Wer Reposts oder Retweets rein spontan angeht, verliert schnell den Überblick.

Definieren Sie daher eine klare Strategie dafür, wann und wie oft Sie Inhalte teilen. Stimmen Sie diese mit Ihrem Social-Media-Redaktionsplan ab – Synup Social unterstützt Sie dabei! Mit dem Redaktionsplan definieren Sie Ziele, legen Engagement-Vorgaben fest, wählen die passenden Plattformen aus und planen Veröffentlichungen im Voraus. Ganz unkompliziert!

Tiktok

(Kostenloses Bild von Pexels)

2\. Bitten Sie um Erlaubnis

Gehen Sie niemals davon aus, dass Kunden mit einem Repost einverstanden sind – egal wie zufrieden oder treu sie sind. Holen Sie vor dem Teilen immer die Erlaubnis ein, sei es über Kommentare, Direktnachrichten oder E-Mails. So haben Sie eine schriftliche Freigabe und schützen sich vor rechtlichen oder PR-Problemen.

3\. Immer, wirklich immer Credits geben

Es ist ein alter Hut, aber Creator wollen fast ausnahmslos genannt werden (und das aus gutem Grund!). Wenn Sie deren Social-Media-Handle oder Namen verlinken, zeigen Sie Respekt vor ihrer Arbeit und ihnen als Kunden. Vertrauen Sie uns – dieser Schritt fällt garantiert auch anderen auf.

4\. Vielfalt zeigen

Einer der großen Vorteile unserer heutigen Zeit ist die Wertschätzung von Vielfalt. Im Marketing setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass sich die Zielgruppe in Kampagnen wiederfinden möchte – statt nur makellose Models zu sehen.

Reposten Sie daher Inhalte von Kunden aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Das ist ein todsicherer Weg, um zu zeigen, wie sehr Sie Ihre Kundschaft schätzen.

Vergessen Sie bei all dem Fokus auf UGC jedoch nicht die übrigen Unternehmensbereiche. Eine starke, kundenzentrierte Marke mit erstklassigen Produkten bringt wenig, wenn beispielsweise der Kundenservice zu wünschen übrig lässt.

Ein starker Kundenservice ist ein weiterer Hebel, um Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und zu begeistern. Ein möglicher Ansatz ist ein 24/7-Support rund um die Uhr – mit einer Cloud-Telefonanlage für Unternehmen können Sie dafür globale Remote-Serviceteams einsetzen. Genial!

**So holen Sie das Maximum aus User-Generated-Content (UGC) heraus**

Es gibt unzählige Möglichkeiten, UGC einzusetzen! Probieren Sie doch mal Folgendes:

  • Starten Sie einen Trend, eine Challenge oder gezielten Content. Behalten Sie aktuelle Trendthemen und Social-Media-Vorlagen im Blick.
  • Kreieren Sie einen Hashtag. Halten Sie ihn simpel, aber wirkungsvoll: Urban Outfitters nutzt beispielsweise den Hashtag #UOCommunity für UGC (P.S.: Sie möchten diesen Hashtag tracken? Nutzen Sie Hashtagify für eine fundierte Recherche).
  • Platzieren Sie UGC-Aufrufe auf Ihrer Website oder in Ihrer App
  • Belohnen Sie Kunden für das Teilen von Inhalten (etwa mit Rabattcodes, Angeboten oder Gewinnen)
  • Binden Sie Mitarbeitende ein, beispielsweise mit Behind-the-Scenes-Einblicken in den Arbeitsalltag oder die Produktentstehung. Das unterstreicht Ihre Authentizität als Marke
  • Nutzen Sie UGC für Ads (Social Media, Web oder andere Formate)
  • Setzen Sie UGC auf Produktseiten oder in E-Mail-Kampagnen ein
Uocommunity

(Bildquelle: instagram.com)

**UGC: Die Zukunft von Social Media**

User-Generated-Content hat sich längst als feste Größe im digitalen Marketing etabliert. 

Dank zahlreicher Vorteile – höhere Authentizität, gesteigertes Engagement, starke Social Proof und messbarer ROI – bietet UGC Marketing-Teams einen dynamischen Weg, um direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. 

Wichtig ist nur, dieses Instrument verantwortungsvoll einzusetzen: Bitten Sie vorab um Erlaubnis, nennen Sie die Urheber und setzen Sie auf vielfältige Inhalte. Dann steht dem Erfolg nichts mehr im Weg!

Niladri

Niladri ist Digital Marketer von Beruf und Möchtegern-Saucier. Er beschäftigt sich seit 2004 mit Local SEO und liebt es, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Online-Präsenz auszubauen. Er war außerdem der erste Mitarbeiter bei Synup.

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