Der umfassende Guide zum Backlink-Monitoring für SEO-Kunden
Backlinks sind die Juwelen der SEO – selbst in der neuen Welt der KI-Suche.
Mehrere Studien belegen einen klaren Zusammenhang zwischen Websites, die in Suchmaschinen gut performen, und ihrer Sichtbarkeit in LLMs. Eine aktuelle Studie von Seer Interactive zeigt: Marken, die auf Seite 1 bei Google ranken, werden auch deutlich häufiger in LLMs erwähnt.
Das bedeutet: SEO bleibt entscheidend, auch wenn Marken ihre Sichtbarkeit in LLMs optimieren wollen. Und über SEO kann man nicht sprechen, ohne Backlinks zu erwähnen. Genau deshalb ist es nach wie vor unverzichtbar, die Backlinks Ihrer Kunden im Blick zu behalten.
Schließlich möchten Sie sicherstellen, dass die Backlinks Ihrer Kunden echten Mehrwert liefern und Ihre SEO-Maßnahmen gezielt stärken. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Backlinks für SEO effektiv überwachen. Doch fangen wir mit den Grundlagen an:
Was ist ein Backlink-Monitor?
Ein Backlink-Monitor ist ein Tool zum Tracken und Analysieren von Links, die auf eine bestimmte Website verweisen. Es hilft dabei, Quantität und Qualität der Backlinks kontinuierlich zu überprüfen.
Zudem lassen sich neue Backlinks erkennen und Statusänderungen nachvollziehen. So hilft ein Backlink-Monitor dabei, die allgemeine Gesundheit des Backlink-Profils einer Website zu bewerten.
Warum ist Backlink-Monitoring notwendig?
Hier sind vier Hauptgründe, warum Sie in das Monitoring von Backlinks für SEO investieren sollten:
1\. Toxische Backlinks identifizieren
Toxische oder spammy Backlinks sind Links von minderwertigen oder unseriösen Websites. Sie können der SEO-Performance Ihrer Website erheblich schaden.
Durch Backlink-Monitoring erkennen Sie frühzeitig, ob Ihre Website toxische Backlinks erhält, die Ihre Rankings gefährden. So können Sie diese Links rechtzeitig entwerten (Disavow), bevor Schaden entsteht.
2\. Kampagnenerfolg messen
Regelmäßiges Backlink-Monitoring zeigt Ihnen, ob Ihre Linkbuilding-Maßnahmen positive (oder negative) Wirkung zeigen. So identifizieren Sie schnell, welche Taktiken Sie ausbauen und welche Sie aus Ihren Kampagnen streichen sollten.
3\. Wertvolle Wettbewerbsanalysen ermöglichen
Mit Backlink-Monitoring-Tools können Sie die Profile verschiedener Websites analysieren – also auch die der Wettbewerber Ihrer Kunden. Das liefert wertvolle Einblicke, etwa welche starken Backlinks die Konkurrenz bereits hat, Ihre Kunden jedoch noch nicht.
Diese Recherchen zeigen Ihnen genau, wie Sie Ihre Kunden auf das nächste Level bringen und Wettbewerber abhängen – sowohl in den Suchergebnissen als auch in LLMs.
4\. Defekte Backlinks aufspüren
Selbst bei einer soliden Linkbuilding-Strategie lassen sich Broken Links nie ganz vermeiden. Ursachen dafür sind oft abgelaufene Weiterleitungen, Änderungen auf der verweisenden Domain (z. B. durch Website-Relaunches, Content-Updates oder gelöschte Seiten) sowie Tippfehler in den URLs.
Mit einer durchdachten Backlink-Monitoring-Strategie beheben Sie fehlerhafte Backlinks sofort und sichern Ihre SEO-Performance.
Arten von Backlinks
Alle Backlinks lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Nofollow- und Dofollow-Backlinks. Schauen wir uns beide im Detail an:
**Dofollow-Backlinks**
Dofollow-Links vererben Linkjuice von der Ursprungsdomain an Ihre Website. Das stärkt die Glaubwürdigkeit Ihrer Seite und sorgt für bessere Rankings.
Dofollow-Links erkennen Sie daran, dass das Attribut „nofollow“ im HTML-Code des Links fehlt.
**Nofollow-Backlinks**
Sie sind das Gegenstück zu Dofollow-Links: Sie vererben keinen Linkjuice an Ihre Website und bieten daher keinen direkten SEO-Vorteil. Schlecht sind sie deswegen aber nicht – im Gegenteil: Sie gehören zu jedem gesunden Backlink-Profil.
Eine Website ganz ohne Nofollow-Links wirkt auf Google schnell verdächtig. Denn es ist schlicht unnatürlich, wenn jede verweisende Domain uneingeschränkte Empfehlungen ausspricht.
Einen Nofollow-Link erkennen Sie an der Kennzeichnung „nofollow“ im HTML-Code:
<a href=”https://example.com” rel=”nofollow”>Link Text
Folgende Links sollten Sie als nofollow kennzeichnen: bezahlte Links aus Sponsored Content, Werbeanzeigen und Affiliate-Marketing sowie nutzergenerierte Inhalte (UGC) in sozialen Netzwerken, Foren, Communitys und auf Websites.
Die besten Tools für das Backlink-Monitoring
Hier sind drei führende Tools zur Backlink-Überwachung:
Majestic SEO
Majestic SEO ist ein Backlink-Analyse-Tool, das Echtzeit-Einblicke in das Backlink-Profil Ihrer Website bietet. Es kann eine Backlink-Historie von bis zu 15 Jahren abbilden.
Quelle: Majestic SEO
Majestic SEO bietet eigene Metriken wie Trust Flow und Citation Flow. Diese messen die Vertrauenswürdigkeit einer Seite und das Potenzial, Linkjuice weiterzugeben. Über die API können Sie zudem maßgeschneiderte Berichte erstellen.
Die Preise beginnen bei $49 für vollen API-Zugriff; eine kostenlose Demo ist verfügbar.
Semrush
Semrush positioniert sich als All-in-one-SEO-Plattform. Ursprünglich primär für die Keyword-Recherche gedacht, bietet es heute einige der besten Backlink-Tools auf dem Markt.
Der Authority Score von Semrush gilt als besonders verlässlich, da er auch den Such-Traffic berücksichtigt und nicht nur die reine Linkanzahl – denn diese lässt sich leicht manipulieren. Zudem liefert das Tool detaillierte Übersichten zu Dofollow- und Nofollow-Links sowie einen Toxicity Score. Auch verlorene Links und kontextbasierte Ankertexte lassen sich präzise analysieren.
Quelle: SEMrush
Die kostenlose Version des Tools bietet einen eingeschränkten Funktionsumfang. Bezahlte Tarife starten ab $99 pro Monat.
Moz
Moz ist der Klassiker unter den SEO-Tools und wie Semrush eine All-in-one-Lösung. Besonders hervorzuheben ist das „Link Intersect“-Feature, das sich hervorragend für kompetitive Backlink-Kampagnen eignet.
Sie können bis zu fünf Domains von Mitbewerbern eingeben und erhalten eine Liste von Websites, die auf Ihre Konkurrenz verlinken, aber noch nicht auf Sie. Darüber hinaus liefert Moz detaillierte Backlink-Reports mit Inbound-Links, Ankertexten, Domain Authority und Spam-Score.
Quelle: Moz
Sie können das Tool 30 Tage lang kostenlos testen, bevor es in den eingeschränkten Gratis-Tarif übergeht. Der Premium-Plan kostet $99 pro Monat.
Best Practices für den Aufbau hochwertiger Backlinks
Nachdem geklärt ist, wie wichtig die Linkqualität ist, folgen hier einige Best Practices für Ihre Backlink-Strategie.
1\. Digitale PR gezielt nutzen
Google empfiehlt zwar keine spezifische Linkbuilding-Strategie offiziell, aber John Mueller äußerte sich zu digitaler PR wie folgt:
Quelle: Search Engine Land
Wer in der SEO-Welt unterwegs ist, weiß: Muellers Aussagen haben bei Google Gewicht. Das verdeutlicht, dass digitale PR ein zentraler Pfeiler Ihrer Linkbuilding-Kampagnen sein sollte.
Neben besseren Rankings in Suchmaschinen erweist sich digitale PR auch als echter Hebel für die LLM-Optimierung. Eine starke PR-Strategie verknüpft Ihre Marke mit relevanten Branchenthemen. So bringen auch LLMs Ihre Marke künftig direkt mit Ihrem Marktsegment in Verbindung – was Ihre Sichtbarkeit in diesen Modellen spürbar steigert.
Auch die Sentiment-Analyse spielt eine entscheidende Rolle. Ihre Marke sollte in positiven Kontexten erwähnt werden, um die Wahrscheinlichkeit für Nennungen in LLMs zu erhöhen. Nutzen Sie ein Tool für KI-Sentiment-Analyse, um herauszufinden, wie Kunden über Ihre Kunden sprechen, und steuern Sie mit gezielten PR-Maßnahmen gegen negative Stimmungen an.
Digitale PR umfasst überzeugende Pressemitteilungen oder Blogbeiträge zu wichtigen Unternehmens-Updates, Produktlaunches und nennenswerten Events. Manche davon veröffentlichen Sie auf der eigenen Website, andere platzieren Sie in renommierten Branchenmedien – wie etwa Tech Radar für Tech-Themen.
2\. Journalistenanfragen beantworten
Behalten Sie Plattformen wie HARO (Help a Reporter Out) im Auge, auf denen Journalisten nach Expertenmeinungen und Zitaten suchen. Wenn Sie schnell mit fundiertem Fachwissen antworten, sichern Sie sich eine Erwähnung und einen wertvollen Backlink in relevanten Publikationen.
Hier ist ein Beispiel für eine HARO-Anfrage:
Quelle: MonkeyLearn
Achten Sie lediglich darauf, dass Ihre Antwort fundiert ist. Prüfen Sie außerdem die veröffentlichende Website. Idealerweise investieren Sie Ihre Ressourcen in Publikationen mit hoher Domain Authority, niedrigem Spam-Score und viel Traffic, um den maximalen ROI zu erzielen.
3\. Linkable Assets erstellen
Linkable Assets ziehen passiv Backlinks an, da sie einen eigenständigen Mehrwert bieten. Neben Blogbeiträgen und Pressemitteilungen werden Ressourcen wie Vorlagen, Studien und kostenlose Tools besonders häufig zitiert oder geteilt.
So bietet das Tool Article Summarizer beispielsweise eine einfache Möglichkeit, Longform-Content zusammenzufassen, was es zu einer nützlichen Referenz für Content Creator macht. Solche Tools generieren ganz natürlich Links aus Blogbeiträgen, Newslettern und Foren, weil sie ein konkretes Problem der Nutzer lösen.
Damit Websites mit hoher Autorität auf Sie verlinken, sollten Sie ein zentrales Problem in Ihrer Branche identifizieren und mit kostenlosen Linkable Assets passende Lösungen bieten.
4\. Gastbeiträge auf Nischenseiten veröffentlichen
Für einen wirkungsvollen Linkaufbau sollten Sie reichweitenstarke Nischenseiten ansprechen, auf denen Sie hochwertige, für die jeweilige Zielgruppe relevante Inhalte veröffentlichen können. Achten Sie darauf, Ihre Marke zu erwähnen und einen Link in den Gastbeitrag einzubinden.
Sie können dies zwar in Eigenregie umsetzen, erzielen jedoch oft schnellere Ergebnisse in Zusammenarbeit mit einer Linkbuilding-Agentur. Diese Agenturen verfügen bereits über Beziehungen zu den meisten Nischen-Websites, wodurch sich hochwertige Linkbuilding-Kampagnen effizient skalieren lassen.
Fazit
Eine feste Routine zur Überprüfung Ihrer Backlinks ist entscheidend. So erkennen Sie unter anderem Schwachstellen frühzeitig, die Ihre Website für Abstrafungen durch Suchmaschinen anfällig machen könnten.
Nutzen Sie Tools wie Moz, Semrush und Majestic SEO, um Ihre Backlinks zu überwachen und Benachrichtigungen über neu gewonnene Links zu erhalten.
Neue Backlinks für die SEO im Blick zu behalten ist wichtig – noch besser ist es jedoch, von Anfang an proaktiv hochwertige Links aufzubauen. Dieser Artikel hat vier bewährte Strategien gezeigt, mit denen Sie wirkungsvolle Backlinks aufbauen und so Ihre SEO- und LLM-Optimierung gezielt voranbringen. Viel Erfolg!